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International 03.05.2026, 09:02 Aktualisiert: 03.05.2026, 12:03

Israel verweigert Anwälten Zugang zu Festgenommenen der Gaza-Flottille

Zwei Aktivisten einer Gaza-Flottille in Israel vor Gericht.

Wichtige Fakten

  • Zwei Aktivisten einer Gaza-Flottille in Israel vor Gericht.
  • Gericht verlängerte ihre Haft um vier Tage.
  • Anwälten wurde Besuch verweigert am Samstag.
  • Aktivist berichtet von brutaler Festnahme und Isolation.
  • Israel beschuldigt Organisation der Verbindung zur Hamas.

Verhaftung und juristische Schritte

Zwei ausländische Aktivisten einer Gaza-Flottille, die am Donnerstag im Mittelmeer von israelischen Streitkräften abgefangen wurden, sind vor einem israelischen Gericht erschienen. Der spanische Staatsbürger Saif Abu Keshek und der Brasilianer Thiago Ávila wurden am Sonntag in Aschkelon vorgeführt. Das Geriet verlängerte ihre Haft um vier Tage, wie die Anwaltsorganisation Adalah mitteilte.

Misshandlungsvorwürfe und internationale Reaktionen

Adalah zufolge berichtete Ávila von extremer Brutalität während der Festnahme. Er sei „mit dem Gesicht nach unten über den Boden geschleift und so schwer geschlagen worden, dass er zweimal ohnmächtig wurde“. In Israel werde er isoliert und blind gefoltert. Der zweite Aktivist sprach von ähnlichen Erfahrungen. Die Flottille, bestehend aus über 50 Schiffen, war von Frankreich, Spanien und Italien ausgelaufen, um die israelische Blockade Gazas zu durchbrechen. Israel gibt an, die beiden Aktivisten seien Verbindungen zur Hamas zugehörig, was Spanien zurückweist.

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