Italiens Milliarden-Programm: Erfolg oder Flop?
Wichtige Fakten
- • Fast 200 Milliarden Euro aus EU-Wiederaufbaufonds investierte Italien.
- • Finanziert wurden u.a. Straßen, Bahnen, Digitalisierung und der Trevi-Brunnen.
- • Wirtschaftswissenschaftler Tito Boeri beklagt zu hohe Fördervolumen.
- • Noch nicht mal ein Drittel der Mittel war bis 2024 abgerufen.
- • Wachstumsraten Italiens liegen unter einem Prozent, warnt Boeri.
Ein Programm mit Ambitionen
Mit den Corona-Hilfen der EU hat Italien fast 200 Milliarden Euro in Straßen, Eisenbahnen, Digitalisierung und Energie investiert. Sogar der Trevi-Brunnen wurde renoviert. Doch zum Auslaufen des Wiederaufbauprogramms PNRR ziehen Experten eine gemischte Bilanz.
Kritik von Ökonomen
Der Wirtschaftswissenschaftler Tito Boeri kritisiert: Es wurde zu viel Geld abgerufen, und die Wachstumseffekte blieben gering. Auch Luca Del Poggetto verweist auf die hohe Belastung der Verwaltung. Laut EU-Rechnungshof wurde bisher nur ein Drittel der Fonds abgerufen.
Regierung zeigt sich zufrieden
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bewertet das Programm positiv: Für 660.000 Projekte wurde die Planung erfüllt und Zeitpläne eingehalten. Dennoch sorgen sich Experten um die Nachhaltigkeit – vor allem um die Rückzahlung der Kredite.
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