Kanada: Carneys Liberale sichern sich knappe Parlamentsmehrheit
Wichtige Fakten
- • Liberale halten nun 173 von 343 Sitzen im Unterhaus nach Nachwahlen.
- • Die Mehrheit wurde durch Nachwahlen und fünf Überläufer aus Opposition erreicht.
- • Carney kann Gesetze ohne Oppositionsunterstützung verabschieden lassen.
- • Die nächste Wahl kann bis 2029 verschoben werden.
- • Die Mehrheit ist die erste in Kanada durch Nachwahlen und Überläufer gebildete.
Zusammenfassung der Ereignisse
Kanadas Premierminister Mark Carney und seine Liberale Partei haben sich eine knappe Mehrheit im Unterhaus gesichert, wie kanadische Medien berichten. Durch Nachwahlen in zwei Wahlkreisen in Toronto – Scarborough Southwest und University-Rosedale – sowie durch den Wechsel von fünf Oppositionsabgeordneten zu den Liberalen in den letzten Monaten, halten die Liberalen nun 173 der 343 Sitze. Dies gibt Carney mehr Spielraum, Gesetze ohne Unterstützung der Opposition zu verabschieden und die nächste Bundeswahl bis 2029 zu verschieben. Ein dritter Nachwahlkreis in Terrebonne, Quebec, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch knapp, mit einer leichten Führung der Liberalen.
Politische Implikationen
Die Mehrheitsbildung markiert eine Wende für die Liberalen, die bei der letzten Wahl unter Justin Trudeau nur eine Minderheitsregierung erreichten. Carney, der seit letztem Jahr im Amt ist, profitiert von dieser gestärkten Position, um seine Agenda in einer zunehmend gespaltenen geopolitischen Lage voranzutreiben, einschließlich der Bewältigung von Handelskonflikten mit den USA unter Donald Trump. Konservative Kritiker wie Pierre Poilievre werfen den Liberalen vor, die Mehrheit durch Hinterzimmerdeals und Überläufer erreicht zu haben, was die demokratische Legitimität infrage stellt.
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