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International 14.02.2026, 02:07 Aktualisiert: 14.02.2026, 23:02

Kubas Wirtschaftskrise verschärft sich: US-Ölblockade lähmt Alltag und Tourismus

Kuba leidet unter akuten Mängeln an Treibstoff, Lebensmitteln und Medikamenten.

Wichtige Fakten

  • Kuba leidet unter akuten Mängeln an Treibstoff, Lebensmitteln und Medikamenten.
  • US-Präsident Trump setzt auf eine Ölblockade, um einen Regimewechsel zu erzwingen.
  • Der Tourismus, eine wichtige Devisenquelle, ist aufgrund der Krise zusammengebrochen.
  • Mexiko liefert humanitäre Hilfe, aber kein Öl, um US-Sanktionen zu vermeiden.
  • Diplomatische Gespräche zwischen den USA und Kuba sind derzeit nicht in Sicht.

Wirtschaftskrise verschärft sich

Kuba steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten, ausgelöst durch eine US-Ölblockade unter Präsident Donald Trump, die das Regime in die Knie zwingen soll. Die Bevölkerung leidet unter akuten Mängeln: Es fehlt an Treibstoff, Lebensmitteln und Medikamenten, der Verkehr liegt lahm, und Stromausfälle sind alltäglich. Der Tourismus, eine wichtige Devisenquelle, ist aufgrund der unsicheren Versorgungslage weitgehend zusammengebrochen. Mexiko hat humanitäre Hilfe geliefert, aber kein Öl, um US-Sanktionen zu vermeiden. Diplomatische Gespräche zwischen den USA und Kuba sind derzeit nicht in Sicht, was die Lage weiter verschärft.

Alltag wird zur Überlebensprobe

Für die Kubaner ist der Alltag zur Überlebensprobe geworden: Sie müssen stundenlang ohne Strom auskommen, Lebensmittel sind nur teuer gegen Dollar erhältlich, und der Nahverkehr ist weitgehend zusammengebrochen. Eine Mutter schildert, wie sie um halb vier aufstehen muss, um alles vorzubereiten, bevor der Strom ausfällt, und ihre Kinder dann zu Fuß zur Schule schickt – mit dem Risiko, dass etwas passiert. Die Folgen der Krise sind Unterernährung und Krankheiten, während hohe Inflation und Dollarisierung die Preise in die Höhe treiben.

Tourismus und Infrastruktur kollabieren

Massiv trifft es den Tourismus, lange die wichtigste Devisenquelle Kubas. Viele Resorts sind wegen unsicherer Benzin-, Strom- und Ernährungslage geschlossen, und internationale Flugverbindungen werden gestrichen oder müssen zwischenlanden, um aufzutanken. Sogar der jährliche Zigarrenfestival in Havanna musste verschoben werden. Alejandro Morejon, der in der Tourismusbranche arbeitet, spricht von einem „touristischen Kollaps“, da Kuba nicht mehr mit Nachbarländern wie Mexiko konkurrieren kann.

Diplomatische Lage bleibt angespannt

Die deutsche Bundesregierung hält ihre humanitäre Hilfe für Kuba aufrecht und hofft auf Diplomatie, aber konkrete Fortschritte sind nicht in Sicht. Kubas Vize-Außenminister Carlos Fernández de Cossío dämpfte Erwartungen: „Es gibt auf hoher Ebene keinen Dialog zwischen der US-Regierung und Kuba.“ US-Präsident Trump drängt weiter auf einen Deal, während die UN-Menschenrechtsexperten die US-Blockade als „extreme Form einseitiger wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen“ kritisieren. Ohne diplomatische Lösung droht die Krise sich weiter zu verschärfen.

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