Landwirtschaftliche Erzeugerpreise sinken, Großhandelspreise steigen
Wichtige Fakten
- • Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sanken im Dezember 2025 um 8,3 Prozent.
- • Kartoffelpreise fielen um fast die Hälfte, Obstpreise um 18,5 Prozent.
- • Großhandelspreise stiegen im Januar 2026 um 1,2 Prozent gegenüber Vorjahr.
- • Verbraucherpreisinflation lag im Januar 2026 bei 2,1 Prozent.
Preisentwicklung auf verschiedenen Handelsstufen
Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte in Deutschland sind im Dezember 2025 deutlich gesunken, mit einem Rückgang von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders stark fielen die Preise für pflanzliche Erzeugnisse um 11,5 Prozent, während tierische Produkte um 6,4 Prozent günstiger wurden. Kartoffelpreise verzeichneten einen drastischen Einbruch um fast die Hälfte aufgrund guter Ernten und Übermengen, was viele Landwirte in finanzielle Schwierigkeiten bringt. Auch Obst- und Getreidepreise sanken erheblich, während Gemüsepreise leicht stiegen.
Gegenläufige Trends im Großhandel
Im Gegensatz zu den sinkenden Erzeugerpreisen stiegen die Großhandelspreise im Januar 2026 um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, angetrieben durch teurere Rohstoffe wie Nicht-Eisen-Erze und Lebensmittel wie Zucker, Süß- und Backwaren (plus 12,5 Prozent). Diese Großhandelspreise wirken als Scharnier zwischen Herstellern und Endverbrauchern und können mit Verzögerung die Verbraucherpreise beeinflussen.
Inflationslage und Verbraucherperspektive
Die Verbraucherpreisinflation lag im Januar 2026 bei 2,1 Prozent, leicht über dem von der Europäischen Zentralbank angestrebten Ziel von zwei Prozent, hauptsächlich aufgrund gestiegener Dienstleistungskosten. Die sinkenden Erzeugerpreise könnten mittelfristig dämpfend auf die Lebensmittelpreise wirken, während die steigenden Großhandelspreise und Dienstleistungskosten die Gesamtinflation beeinflussen.
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