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Inland 15.07.2026, 11:04

Neonazi Liebich nach Auslieferung aus Tschechien in deutschem Gefängnis

Marla Svenja Liebich wurde von Tschechien nach Deutschland ausgeliefert.

Wichtige Fakten

  • Marla Svenja Liebich wurde von Tschechien nach Deutschland ausgeliefert.
  • Die Rechtsextremistin wurde im April in Tschechien gefasst.
  • Sie muss eine 1,5-jährige Haftstrafe wegen Volksverhetzung verbüßen.
  • Liebich war Ende August 2025 untergetaucht.
  • Kritiker werfen ihr Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes vor.

Auslieferung und Inhaftierung

Die untergetauchte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich ist von Tschechien nach Deutschland gebracht und in die Justizvollzugsanstalt Chemnitz eingeliefert worden. Die tschechische Polizei bestätigte die Auslieferung am Vormittag. Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Dennis Cernota habe Liebich bei der Übernahme kooperiert. Nun entscheidet die Gefängnisleitung über den weiteren Vollzug.

Hintergrund der Verurteilung

Das Amtsgericht Halle hatte Liebich im Juli 2023 wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Ursprünglich sollte die 55-Jährige die Strafe Ende August 2025 antreten, floh jedoch. Aufgrund eines Europäischen Haftbefehls wurde sie im April 2026 in Tschechien gefasst.

Rechtliche Auseinandersetzungen

Ein Gericht in Pilsen entschied im Juni über die Auslieferung. Das Oberlandesgericht Prag wies Beschwerden der Rechtsextremistin ab. Nach der Verurteilung hatte Liebich ihr Geschlecht von männlich auf weiblich ändern lassen, was von Kritikern als Provokation und Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes bewertet wird. Sie ist seit 2014 als zentrale Figur der rechtsextremen Szene bekannt.

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