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Klima 05.09.2026, 07:29

Nepal nach der Sturzflut: Zorn über Klima-Ungerechtigkeit

Sturzflut in Nepal fordert über 1.000 Tote.

Wichtige Fakten

  • Sturzflut in Nepal fordert über 1.000 Tote.
  • Nepal verursacht weniger als 0,0011 Prozent der globalen CO2-Emissionen.
  • Schäden an Häusern und Infrastruktur: 2,5 Milliarden US-Dollar.
  • Zerstörte Wasserkraftprojekte im Wert von 500 Millionen Dollar.
  • 45 Prozent der Landesfläche sind bewaldet, Nepal will bis 2045 klimaneutral sein.

Rettungsarbeiten unter schwierigsten Bedingungen

Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya mit mehr als 1.000 Toten dauern die Rettungs- und Bergungsarbeiten an. Die nepalesische Armee hat sich bereits Hunderte Meter durch die verschlammten Tunnel der zerstörten Wasserkraftwerke vorgekämpft, konnte aber vielerorts keine Überlebenden mehr finden. Am Freitag wurden jedoch zwei Männer lebend aus den Tunneln befreit. Spezialisten aus China, Indien, Südkorea und Australien unterstützen die Helfer.

Zerstörte Infrastruktur erschwert Zugang

Die Flut zerstörte 60 Brücken über den Fluss Trishuli, was die Rückkehr vieler Bewohner erschwert. Provisorische Seilbahnen transportieren die Menschen über den Fluss, während Retter auf Helikopter angewiesen sind. Überlebende wie die 40-jährige Sujana Sunar wollen endlich in ihre Dörfer zurückkehren, doch die Angst vor neuen Fluten bleibt.

Ursachen und Forderungen nach Klimagerechtigkeit

Die Katastrophe wirft Fragen nach den Ursachen auf: In überflutungsgefährdeten Gebieten wurde offenbar illegal gebaut, etwa von Erdbebenopfern aus 2015. Nepals Premier Balendra Shah betont die wachsenden Risiken durch den Klimawandel und fordert mehr internationale Unterstützung. Das Land trägt nur minimal zum CO2-Ausstoß bei, leidet aber massiv unter den Folgen. Die Sturzflut zerstörte auch Wasserkraftprojekte im Wert von 500 Millionen Dollar. Nepal will sein Frühwarnsystem erneuern und sucht Kooperation mit China. Hilfsorganisationen warnen vor Krankheitsausbrüchen wie Dengue-Fieber oder Cholera.

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