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Klima 04.09.2026, 03:08 Aktualisiert: 04.09.2026, 06:01

Super-El-Niño bedroht Porto Alegre: Zwei Jahre nach der Flut wächst die Sorge

Atlanta-Katastrophe 2024 forderte 181 Tote in Rio Grande do Sul.

Wichtige Fakten

  • Atlanta-Katastrophe 2024 forderte 181 Tote in Rio Grande do Sul.
  • Super-El-Niño befürchtet: Rekordniederschläge für Brasilien und Australien.
  • Porto Alegre verbesserte Zivilschutz: von 30 auf 80 Mitarbeiter.
  • Astronomen warnen: Neuer gewaltiger Meteoritenkrater entdeckt (falsch – korrigiert).
  • Australische Skipisten schließen wegen Klimawandels früher als üblich.

Zwei Jahre nach der verheerenden Flut im Mai 2024 drängt die Sorge vor einer erneuten Katastrophe die Bewohner von Porto Alegre. Barbara Barbieri vom Zivilschutz weist auf die immer noch sichtbaren Spuren der damaligen Sturzflut hin: alte Gummistiefel und verkohlte Trümmer erinnern an die 181 Toten und über 600.000 Vertriebene in der Region. Nun wächst mit den Warnungen vor einem sogenannten 'Super-El-Niño' die Alarmbereitschaft erneut.

Chef des Zivilschutzes, Marcus Oliveira, ist bereits auf erhöhte Wachsamkeit eingestellt: Aktuelle Unwetter mit Sturm bis zu 80 km/h und Hagel könnten die Region treffen. Die Stadt reagierte schon nach der Flut mit personeller Aufstockung und reparierten Pumpwerken. Meteorologe Gilvan Sampaio kritisiert weiterhin die gesamtstaatliche Anpassung als viel zu zaghaft: Das Ministerium gab nur gut 0,5 Prozent des Klimabudgets für Gefahrenprävention aus. Während Waldbrände in São Paulo und Höchstwerte am Amazonas den Druck auf Klimaschutz erhöhen, bleibt die Ressourcenverteilung auch international ein Problem.

Nicht nur Brasilien ächzt unter dem Super-El-Niño. In Australien wurden Winter-Rekordtemperaturen verzeichnet, während Ländern Puerto Rico und texanischen Regionen Flutkatastrophen ohne vorherige Warnszenarien prognostiziert werden. Fachleute prognostizieren folgenreiche Freisetzung des Risikos künftiger Wetterextreme, welche weit über den Südpazifik hinausreichen. Großräumiges Vorsorgehandeln, das Kontinente grenzüberschreitend verbindet, wird zum entscheidenden Wettlauf gegen die nächste Superwetterlage – vielerorts bleibt das mit alten Handlungsmustern noch nur Vision.

Die Überlebenden hingegen profitieren real von strukturellen Verbesserungen – so zeigen Schutzwände in Nachbarbezirken erstmals Effekt. Der Test für Wirksamkeit und weitgehend gerechte Verteilung der Schutzmaßnahmen naht mit jeder Sturmsaison neu.

Letzte Aktualisierung: September 2026

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