Teilen:
International 11.02.2026, 04:43 Aktualisiert: 11.02.2026, 18:07

Netanjahu und Trump beraten über Iran-Abkommen: Israel drängt auf Raketenbeschränkungen

Netanjahu besucht Trump zum siebten Mal während dessen zweiter Amtszeit.

Wichtige Fakten

  • Netanjahu besucht Trump zum siebten Mal während dessen zweiter Amtszeit.
  • Israel fordert ein US-Iran-Abkommen, das Atom- und Raketenprogramm sowie iranische Proxys einschließt.
  • Iran besitzt etwa 2.000 ballistische Raketen, darunter Langstreckenmodelle mit 2.000 km Reichweite.
  • Das Treffen wurde überraschend vorgezogen, was in Israel Spekulationen über Trumps Pläne auslöst.
  • Netanjahu teilt Geheimdienstinformationen über Irans Raketenprogramm und innere Repression mit Trump.

Hintergrund des Treffens

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu reist zum siebten Mal während der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ins Weiße Haus, um über ein mögliches Abkommen zwischen den USA und Iran zu sprechen. Die Geheimniskrämerei um das Treffen ist groß, und israelische Medien spekulieren über eine mögliche Eskalation zwischen den USA und Iran. Bemerkenswert ist, dass das Treffen überraschend vorgezogen wurde, was in Israel zu Spekulationen über Trumps Pläne führt und Netanjahus Ungeduld widerspiegelt.

Israels Forderungen und internationale Spannungen

Israel fordert, dass ein Abkommen nicht nur das iranische Atomprogramm, sondern auch das Raketenprogramm und die Unterstützung für Proxys wie die Hisbollah im Libanon einschließt. Militärexperten schätzen, dass Iran über etwa 2.000 ballistische Raketen verfügt, darunter Langstreckenmodelle mit einer Reichweite von bis zu 2.000 Kilometern. Netanjahu wird voraussichtlich aktuelle Geheimdienstinformationen über das iranische Raketenprogramm und innere Repressionen teilen und darauf drängen, dass Israel nicht durch ein Abkommen eingeschränkt wird. Iran ist jedoch nur bereit, über sein Atomprogramm zu verhandeln und fordert Israel auf, sich nicht einzumischen.

Politische Reaktionen und Ausblick

In Israel herrscht Skepsis gegenüber den Verhandlungen, und Oppositionspolitiker Benny Gantz äußert Bedenken, dass Netanjahu ohne militärische Berater reist, was Verdacht aufkommen lässt. Trump hat angekündigt, dass ein gutes Abkommen "keine Atomwaffen, keine Raketen" bedeuten würde, und erwägt, eine zweite Flugzeugträgerkampfgruppe in der Nähe des Iran zu stationieren, was die Spannungen verschärft. Das Treffen, das fast drei Stunden dauerte, endete ohne definitive Ergebnisse, aber Netanjahu nutzte es, um israelische Positionen zu präsentieren und potenzielle Militäraktionen zu diskutieren, falls die Diplomatie scheitert.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.