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„No Labels“ als dritte Option 2024: Lieberman wirbt für parteiübergreifendes Einheitsticket
Joe Lieberman schreibt in einem CNN-Kommentar, die NGO „No Labels“, die er mitführt, arbeite seit Anfang 2022 an der Wahlzettelzulassung (Ballot Access) in US-Bundesstaaten, meist über Unterschriftensammlungen.
Wichtige Fakten
- • Joe Lieberman schreibt in einem CNN-Kommentar, die NGO „No Labels“, die er mitführt, arbeite seit Anfang 2022 an der Wahlzettelzulassung (Ballot Access) in US-Bundesstaaten, meist über Unterschriftensammlungen.
- • No Labels stellt ein mögliches „Einheitsticket“ in Aussicht, das aus einem Demokraten und einem Republikaner (oder umgekehrt) bestehen soll.
- • Die Kandidaten sollen von einem Bürgerkomitee ausgewählt und auf einer No-Labels-Nationalkonvention im April 2024 von Delegierten bestätigt werden; diese Konvention wäre laut Text rund sechs Wochen nach dem „Super Tuesday“ (5. März).
- • Lieberman betont, No Labels wolle nur antreten, falls die beiden großen Parteien keine für viele Wähler akzeptable Option bieten; andernfalls werde die Organisation „stand down“ und sich auf parteiübergreifende Arbeit im Kongress konzentrieren.
- • Als Hinweis auf Potenzial für unabhängige Kandidaturen nennt der Autor CNN-Umfragewerte: 41% der Wähler identifizierten sich als unabhängig, gegenüber 28% Demokraten und 31% Republikanern.
Der frühere US-Senator Joe Lieberman wirbt in einem CNN-Kommentar für eine mögliche dritte, „parteiübergreifende“ Option bei der US-Präsidentschaftswahl 2024. Die von ihm mitgeführte Organisation No Labels arbeite seit Anfang 2022 daran, in den Bundesstaaten und in Washington, DC, die teils komplizierten Voraussetzungen für die Zulassung eines unabhängigen Wahlzettels zu erfüllen – häufig über das Sammeln von Unterschriften. Im Erfolgsfall könnte ein „Einheitsticket“ aus je einem Demokraten und einem Republikaner neben den Nominierungen der beiden großen Parteien antreten. Kandidaten würden laut Lieberman von einem Komitee ausgewählt und auf einer für April 2024 geplanten Konvention bestätigt. No Labels verstehe das Projekt als „Versicherung“ und wolle nur antreten, wenn beide Parteikandidaten keine überzeugende Alternative zur politischen Polarisierung böten; sonst wolle man verzichten. Als Argument nennt Lieberman steigende Anteile unabhängiger Wähler in Umfragen.
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