Ölpreise steigen, DAX fällt – Naher Osten belastet Börsen
Wichtige Fakten
- • DAX fällt um etwa ein Prozent auf 25.220 Punkte.
- • Ölpreise steigen um gut sechs Prozent auf 76,59 Dollar.
- • USA greifen nach Tankerattacken Ziele im Iran an.
- • UniCredit erhöht Anteil an Commerzbank auf über 44 Prozent.
Börsen im Sog der Nahostkrise
Die angespannte Lage im Nahen Osten hat die Finanzmärkte deutlich belastet: Der DAX fiel am Mittwoch im frühen Handel um rund ein Prozent auf 25.220 Punkte, nachdem er bereits am Vortag um 1,4 Prozent nachgegeben hatte. Hintergrund sind neue US-Militärschläge gegen Ziele im Iran, die als Vergeltung für die jüngsten Attacken auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus erfolgten. Zudem setzten die USA die Sanktionen gegen iranisches Öl wieder in Kraft, was der Iran als ,,schwerwiegenden Verstoß" gegen das Rahmenabkommen kritisierte und mit Luftangriffen auf Bahrain reagierte.
Ölpreise steigen, Anleger verunsichert
Die Sorge vor einer Störung der Lieferketten ließ die Ölpreise seit Dienstag um jeweils gut sechs Prozent steigen: Nordseeöl Brent kostet nun 76,59 Dollar, US-Öl WTI 72,73 Dollar. Experten wie Saul Kavonic von MST Marquee warnen, sollten die Spannungen anhalten und die Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormus weiter sinken, könnten Folgeengpässe die Ölpreise zusätzlich anschieben. Analyst Timo Emden von Emden Research spricht von ,,latent präsenten geopolitischen Risiken", die nun wieder in den Fokus der Anleger rücken.
UniCredit erhöht Commerzbank-Anteil
Ein weiteres Thema am deutschen Aktienmarkt ist der Übernahmepoker um die Commerzbank: UniCredit hat nach Abschluss ihres Übernahmeangebots ihren Anteil auf über 44 Prozent aufgestockt und hält zusammen mit Finanzinstrumenten indirekt sogar mehr als 47 Prozent. Damit ist eine Komplettübernahme wahrscheinlicher geworden, die Italiener stehen nun unter Beobachtung der Finanzaufsicht.
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