Razzia in JVA Rheinbach: Drogen und Waffe sichergestellt
Wichtige Fakten
- • Rund 60 Polizisten durchsuchten JVA Rheinbach und acht Wohnungen.
- • Sichergestellt: 15 Gramm Kokain, Amphetamin, eine Pistole mit Munition.
- • Verdacht: Justizbedienstete schmuggelten gegen Geld Waren an Insassen.
- • Ermittlungen wegen Bestechlichkeit gegen acht Bedienstete und Häftlinge.
- • Justizminister Limbach ordnet Taschenkontrollen und Sonderprüfung an.
Details der Razzia
Die Polizei hat am Dienstag Räume der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rheinbach sowie acht Wohnungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz durchsucht. Dabei beschlagnahmten die Einsatzkräfte rund 15 Gramm Kokain, eine geringe Menge Amphetamin sowie eine alte Pistole, Patronen und Magazine. Zudem wurden Handys, Laptops und Schriftsätze sichergestellt. Rund 60 Polizisten waren an den Durchsuchungen beteiligt.
Hintergrund
Die Ermittlungen richten sich gegen acht Justizbedienstete wegen Bestechlichkeit im Amt. Sie sollen gegen Geld Waren in das Gefängnis geschmuggelt und an Insassen weitergegeben haben. Die Ermittlungen wurden nach einem Hinweis aus der JVA-Leitung eingeleitet. NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) zeigte sich betroffen und wütend und ordnete eine umfassende Sonderprüfung der JVA an. Zudem werden ab sofort Taschen von Beschäftigten in allen Justizvollzugseinrichtungen des Landes kontrolliert.
Vergleich mit Vorfall in Euskirchen
Bereits Anfang Mai gab es eine ähnliche Razzia in der JVA Euskirchen, wo ebenfalls wegen Bestechlichkeit ermittelt wird. Ein Zusammenhang mit den aktuellen Untersuchungen in Rheinbach bestehe laut Polizei nicht.
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