Rechtsextremistin in Tschechien gefasst: Auslieferungsverfahren eingeleitet
Wichtige Fakten
- • Marla Svenja Liebich in Tschechien von Polizei gefasst.
- • Verurteilung zu 1,5 Jahren Haft wegen Volksverhetzung 2023.
- • Haftantritt im Frauengefängnis Chemnitz verweigert.
- • Europäischer Haftbefehl führte zu gezieltem Zugriff.
- • Auslieferungsverfahren nach Festnahme eingeleitet.
Festnahme nach monatelanger Fahndung
Die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich ist nach monatelanger Fahndung in Tschechien gefasst worden. Tschechische Polizisten nahmen sie auf Basis eines europäischen Haftbefehls in Schönbach bei Asch fest, wie die Staatsanwaltschaft Halle mitteilte. Ein gezielter Zugriff wurde bestätigt, und ein Auslieferungsverfahren soll folgen.
Hintergrund der Verurteilung und Flucht
Liebich war im Juli 2023 vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung und anderer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden. Sie hätte die Haft spätestens seit August 2025 im Frauengefängnis Chemnitz antreten müssen, meldete sich jedoch nicht. Daraufhin suchten Polizei und Staatsanwaltschaft deutschlandweit nach ihr, während Liebich in sozialen Medien behauptete, ins Ausland geflohen zu sein.
Debatte um Selbstbestimmungsgesetz
Der Fall hat eine Debatte über das neue Selbstbestimmungsgesetz ausgelöst, da Liebich ihren Geschlechtseintrag von männlich auf weiblich und ihren Vornamen geändert hatte. Bürgerrechts- und Transgenderorganisationen äußerten den Verdacht, es könnte sich um eine rechtsextremistische Provokation gegen das Gesetz handeln.
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