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Santorini: Neues Unterwasser-Frühwarnsystem soll Beben und Tsunami-Risiken besser erkennen
Vor einem Jahr registrierte die Region um Santorini laut Bericht rund 28.000 Erdbeben; Griechenlands Regierung entsandte Rettungsteams, viele Menschen verließen die Insel per Sonderfähren und -flügen.
Wichtige Fakten
- • Vor einem Jahr registrierte die Region um Santorini laut Bericht rund 28.000 Erdbeben; Griechenlands Regierung entsandte Rettungsteams, viele Menschen verließen die Insel per Sonderfähren und -flügen.
- • Ein internationales Forschungsteam um das GEOMAR (u.a. auf dem Forschungsschiff „Meteor“) untersucht den Meeresboden rund um Santorini und baut ein mehrjähriges Unterwasser-Frühwarnsystem auf.
- • Auswertungen deuten darauf hin, dass Magma in die Caldera eingeströmt und anschließend Richtung Nordosten (Amorgos) migriert ist; das habe den Erdbebenschwarm ausgelöst.
- • Die Forschenden berichten, dass Magma von etwa 18 Kilometern Tiefe auf rund drei Kilometer aufgestiegen sei und sich Magmakammern füllen; eine unmittelbare Gefahr bestehe derzeit aber nicht.
- • Geplant ist ein Netzwerk aus am Meeresboden verteilten Sensorboxen, die kleinste Beben sowie Druck- und Temperaturänderungen messen und Daten über eine Boje weiterleiten; ein erster Kommunikationstest in 50 Metern Tiefe gelang.
Nach einer massiven Erdbebenserie vor einem Jahr – rund 28.000 Erschütterungen – arbeiten Forschende vor der griechischen Insel Santorini an einem neuen Unterwasser-Frühwarnsystem. Ein internationales Team um das GEOMAR untersucht mit modernster Meerestechnik den Meeresboden, darunter ein per Kran abgelassener Videoschlitten, der in hunderten Metern Tiefe Austritte und Veränderungen sichtbar macht. Die Auswertungen legen nahe, dass Magma in die Caldera von Santorini eindrang und anschließend Richtung Nordosten zur Insel Amorgos wanderte; das habe den Beben-Schwarm ausgelöst. Zwar stieg Magma laut Team von etwa 18 Kilometern auf rund drei Kilometer Tiefe auf und Magmakammern füllen sich, eine unmittelbare Gefahr sehen die Forschenden jedoch nicht. Künftig sollen am Meeresboden vernetzte Sensoren kleinste Beben sowie Druck- und Temperaturänderungen messen und ihre Daten über eine Boje übertragen; ein erster Funk-Test war erfolgreich.
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