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Inland 25.02.2026, 05:00

Sicherheitsbedenken gegenüber chinesischen Autos als potenzielle Spionagewerkzeuge

BfV und ZITiS untersuchten chinesische Autos auf Datensammlung und -abfluss.

Wichtige Fakten

  • BfV und ZITiS untersuchten chinesische Autos auf Datensammlung und -abfluss.
  • Großbritannien und Polen verbieten chinesische Fahrzeuge bei Sicherheitseinrichtungen.
  • In Deutschland gibt es Zufahrtsverbote für bestimmte Bereiche wie BND-Liegenschaften.
  • Moderne Autos sammeln umfangreiche Daten wie Standort und Fahrverhalten.
  • China bestreitet Spionagevorwürfe und verweist auf eigene Sicherheitstests.

Untersuchungen und Bedenken

Deutsche Sicherheitsbehörden wie das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) haben in einem gemeinsamen Projekt Fahrzeuge mehrerer chinesischer Hersteller untersucht, um potenzielle Spionagerisiken zu bewerten. Dabei analysierten sie, welche Daten die Autos sammeln, in welchem Umfang dies geschieht und ob Informationen ins Ausland fließen. Die Ergebnisse der Untersuchung bleiben jedoch geheim, da sich die Behörden nicht dazu äußern.

Internationale Reaktionen und deutsche Maßnahmen

In Ländern wie Großbritannien und Polen gibt es bereits Verbote, chinesische Fahrzeuge in der Nähe sicherheitsrelevanter Einrichtungen zu parken oder zu nutzen. In Deutschland existiert bislang keine einheitliche behördliche Regelung, aber es gibt interne Vorschriften, die Zufahrtsverbote für bestimmte Fahrzeugtypen in sensiblen Bereichen wie dem Operativen Einsatzführungskommando in Schwielowsee oder Liegenschaften des Bundesnachrichtendienstes vorsehen. Hintergrund ist die Sorge, dass moderne, vernetzte Autos mit Kameras, Mikrofonen und Sensoren als Spionagewerkzeuge missbraucht werden könnten.

Hintergrund und weitere Entwicklungen

China, Deutschlands wichtigster Handelspartner, bestreitet die Vorwürfe und verweist auf eigene Sicherheitstests, wie sie beispielsweise bei Tesla in China durchgeführt wurden. Experten warnen jedoch vor dem enormen Potenzial vernetzter Fahrzeuge, Daten über militärische Sperrzonen oder kritische Infrastrukturen zu sammeln. Die Diskussion gewinnt an Bedeutung, da chinesische Autos in Europa zunehmend Marktanteile gewinnen, während der Absatz deutscher Marken in China schrumpft.

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