Slowakei führt Doppelpreise für Diesel ein und zieht EU-Kritik auf sich
Wichtige Fakten
- • Die Slowakei hat ein Zwei-Preise-System für Diesel eingeführt, bei dem Ausländer mehr zahlen.
- • Das System zielt darauf ab, Tanktourismus einzudämmen und die Versorgung im Land zu sichern.
- • Die EU kritisiert die Maßnahme als Verstoß gegen EU-Recht und kündigte rechtliche Schritte an.
- • Die Regelung ist vorerst auf 30 Tage befristet.
- • Die Slowakei leidet unter Ölversorgungsproblemen nach dem Stopp russischer Lieferungen.
Zwei-Preise-System für Diesel
Die Slowakei hat ein Zwei-Preise-System für Diesel eingeführt, bei dem Autofahrer mit ausländischem Kennzeichen höhere Preise zahlen müssen, um Tanktourismus einzudämmen. Dieses System, das vorerst auf 30 Tage befristet ist, wurde als Reaktion auf Versorgungsengpässe und logistische Probleme implementiert, obwohl die Branche keinen generellen Mangel an Kraftstoff sieht.
EU-Rechtskonflikt und Versorgungslage
Die EU kritisiert die Maßnahme als Verstoß gegen EU-Recht, da sie Diskriminierung aufgrund der Nationalität darstellt und den einheitlichen Binnenmarkt untergräbt; rechtliche Schritte wurden angekündigt. Gleichzeitig leidet die Slowakei unter Ölversorgungsproblemen, nachdem russische Lieferungen über die Druschba-Pipeline gestoppt wurden, was zur Ausrufung eines Öl-Notstands führte, aber die Preise steigen langsamer als in Nachbarländern.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.