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Politik 16.06.2026, 14:35

Sozialwohnungen in Deutschland: Rückgang setzt sich 2025 fort

Anzahl sank um 20.000 auf unter 1,03 Millionen.

Wichtige Fakten

  • Anzahl sank um 20.000 auf unter 1,03 Millionen.
  • NRW verlor netto 18.000 Wohnungen.
  • 27.283 Neubauwohnungen steht Verlust von 57.621 Sozialbindungen gegenüber.
  • Bund plant bis 2029 23,5 Milliarden Euro Investitionen.
  • Wohnungsbau 2025 auf Tiefststand seit 2012.

Sozialwohnungen: Rückgang trotz Förderung

2025 ist die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland erneut gesunken. Laut Bundesbauministerium wurden zwar 27.283 neue Wohnungen gefördert und 4.701 Wohnheimplätze geschaffen, doch 57.621 Wohnungen fielen aus der Sozialbindung. Per saldo ergab sich ein Minus von rund 20.000 Wohnungen. Ende 2025 gab es damit noch knapp 1,03 Millionen Sozialwohnungen. Besonders betroffen war Nordrhein-Westfalen, wo nur 8.000 Neubauten entstanden, aber über 26.000 Wohnungen die Bindung verloren.

Krise im Wohnungsbau

Der allgemeine Wohnungsbau schwächelt ebenfalls: 2025 wurden lediglich 206.600 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der niedrigste Stand seit 2012. Damit fehlen in Deutschland nach Einschätzung von Verbänden rund 1,4 Millionen Wohnungen. Im besonders angespannten Markt der Ballungsräume verschärft sich die Lage für Gering- und Mittelverdienende.

Reaktion der Politik

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) kündigte an, bis 2029 insgesamt 23,5 Milliarden Euro in den sozialen Wohnungsbau zu investieren und die Bürokratie etwa bei Genehmigungsverfahren abzubauen. Kritiker wie die Wohnungspolitikerin Caren Ley (Linke) bezeichnen die Pläne jedoch als unzureichend: „Diese Mittel bräuchte es jährlich, gerade jetzt, wo der private Wohnungsbau stockt.“

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