Steuerreform 2027: Schwarz-Rot plant Entlastungen für untere und mittlere Einkommen
Wichtige Fakten
- • Entlastung von 100-400 Euro pro Jahr für Einkommen zwischen 2.500 und 3.000 Euro brutto.
- • Steuerausfälle von 20-30 Milliarden Euro pro Jahr erwartet.
- • SPD will Spitzensteuersatz und Erbschaftsteuer erhöhen.
- • Union lehnt Erhöhung des Spitzensteuersatzes ab, zeigt sich offen für Reichensteuer-Erhöhung.
- • Mehrwertsteuer-Erhöhung von 19 auf 21 Prozent wird von SPD und CSU abgelehnt.
Steuerreform-Pläne von Schwarz-Rot
Die schwarz-rote Bundesregierung plant eine Steuerreform, die ab dem 1. Januar 2027 vor allem kleine und mittlere Einkommen entlasten soll. Profitieren sollen Menschen mit einem monatlichen Bruttoeinkommen zwischen 2.500 und 3.000 Euro. Laut DIW-Volkswirt Stefan Bach beträgt die Entlastung für Geringverdiener 100 bis 200 Euro pro Jahr, für mittlere Einkommen bis zu 400 Euro. Die Steuerausfälle werden auf 20 bis 30 Milliarden Euro jährlich geschätzt.
Gegenfinanzierung: Spitzensteuersatz, Erbschaftsteuer oder Mehrwertsteuer?
Zur Gegenfinanzierung schlägt die SPD eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes und eine Reform der Erbschaftsteuer vor. Die Union unter Kanzler Friedrich Merz lehnt eine Anhebung des Spitzensteuersatzes ab, zeigt sich aber offen für eine Erhöhung der Reichensteuer von 45 auf 47,5 Prozent ab 210.000 Euro Jahreseinkommen, sofern der Solidaritätszuschlag gestrichen wird. DIW-Experte Bach beziffert die Mehreinnahmen durch eine Reichensteuer-Anhebung auf rund eine Milliarde Euro pro Prozentpunkt. Eine Reform der Erbschaftsteuer könnte laut ifo-Institut vier bis sechs Milliarden Euro bringen, scheitert aber bisher am Widerstand der Union. Eine Mehrwertsteuererhöhung auf 21 Prozent, die 15 Milliarden Euro für den Bund erbringen könnte, wird von SPD und CSU abgelehnt.
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