Stuttgart 21: Bahn wirbt mit natürlicher Kühlung – Kritiker fordern Klimastresstest
Wichtige Fakten
- • Stuttgart 21 benötigt laut Bahn keine Klimaanlage.
- • Tunnel im Erdreich liefern natürliche Kühlung.
- • Projektkosten stiegen auf 14,5 Milliarden Euro.
- • Eröffnung des Bahnhofs erst Ende 2031 geplant.
Natürliche Kühlung als Verkaufsargument
Die Deutsche Bahn preist den neuen Stuttgarter Tiefbahnhof Stuttgart 21 mit einem überraschenden Vorteil an: Er braucht keine Klimaanlage. Die Tunnels liegen im ganzjährig kühlen Erdreich und sorgen durch natürliche Luftströmung für angenehme Temperaturen, wie die Bahn in einem Werbevideo erklärt.
Kosten und Zeitplan bleiben problematisch
Während die Kühlung als Erfolg gefeiert wird, bleiben die explodierenden Kosten von 14,5 Milliarden Euro und die jahrelangen Verzögerungen unerwähnt. Eigentlich waren nur 2,5 Milliarden Euro veranschlagt. Die Inbetriebnahme ist nun für Ende 2031 geplant, das Gesamtprojekt soll 2033 abgeschlossen sein.
Kritik und offene Fragen
Kritiker bezweifeln, dass die Kühlung auch bei hohen Passagierzahlen funktioniert, und erinnern an heiße U-Bahn-Stationen. Sie fordern einen Klimastresstest. Technische Probleme wie Brandschutz, Digitaltechnik und die Längsneigung der Gleise werfen weiterhin Fragen auf.
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