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International 18.02.2026, 11:46 Aktualisiert: 18.02.2026, 18:09

Tod eines Rechtsextremisten befeuert politische Polarisierung in Frankreich

23-jähriger Student Quentin Deranque starb nach Prügelattacke in Lyon

Wichtige Fakten

  • 23-jähriger Student Quentin Deranque starb nach Prügelattacke in Lyon
  • 11 Tatverdächtige festgenommen, darunter parlamentarischer Assistent der LFI
  • Angriff ereignete sich am Rande einer Konferenz der LFI-Europaabgeordneten Rima Hassan
  • Innenminister Nuñez macht linksextreme "Jeune Garde Antifasciste" verantwortlich
  • LFI weist jede politische Mitverantwortung entschieden zurück

Zusammenfassung

In Lyon wurde der 23-jährige rechtsextreme Student Quentin Deranque nach einer Prügelattacke durch mutmaßliche Linksextremisten so schwer verletzt, dass er wenige Tage später im Krankenhaus starb. Der Angriff ereignete sich am Rande einer Konferenz der propalästinensischen Aktivistin und Europaabgeordneten Rima Hassan von der linksradikalen Partei La France Insoumise (LFI), gegen die die neurechte Bewegung Némésis demonstrierte. Die französischen Behörden haben mittlerweile elf Tatverdächtige festgenommen, darunter ein parlamentarischer Assistent eines LFI-Abgeordneten.

Politische Reaktionen

Der Vorfall hat in Frankreich heftige politische Debatten ausgelöst. Innenminister Laurent Nuñez und andere Regierungsvertreter machen die militante linke Organisation "Jeune Garde Antifasciste" verantwortlich und sehen eine politische Mitverantwortung der LFI. Die LFI weist diese Vorwürfe entschieden zurück und spricht von politischer Vereinnahmung. In der Nationalversammlung wurde eine Schweigeminute für Deranque abgehalten, während sich die politischen Lager gegenseitig beschuldigen.

Auswirkungen

Der Tod Deranques befeuert die politische Polarisierung in Frankreich nur einen Monat vor den Kommunalwahlen, die als wichtiger Stimmungstest vor den Präsidentschaftswahlen 2027 gelten. Selbst innerhalb der linken Lager gibt es scharfe Kritik an der LFI, und ehemalige Verbündete wie der sozialistische Ex-Präsident François Hollande schließen künftige Wahlbündnisse aus.

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