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International 15.03.2026, 10:38 Aktualisiert: 15.03.2026, 23:02

Vierköpfige Familie im Westjordanland erschossen – UN verzeichnet über 1.000 palästinensische Tote

Vier Familienmitglieder (Eltern und zwei Kinder) wurden durch israelische Kräfte erschossen.

Wichtige Fakten

  • Vier Familienmitglieder (Eltern und zwei Kinder) wurden durch israelische Kräfte erschossen.
  • Die israelischen Behörden geben an, das Auto habe sich auf Kräfte zubewegt.
  • Zwei weitere Kinder überlebten den Vorfall mit leichten Verletzungen.
  • Die UNO verzeichnet seit Oktober 2023 über 1.000 palästinensische Tote im Westjordanland.
  • Seit Februar 2026 wurden mindestens 36 Palästinenser im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg getötet.

Zusammenfassung des Vorfalls

Bei einem Vorfall im besetzten Westjordanland wurden vier Mitglieder einer palästinensischen Familie durch israelische Kräfte erschossen. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums handelte es sich um die Eltern Ali und Waad Bani Odeh sowie ihre beiden Kinder Mohammed (5) und Othman (7), die alle Schusswunden im Gesicht und Kopf erlitten. Zwei ältere Kinder (8 und 11 Jahre) überlebten mit leichten Verletzungen durch Schrapnelle.

Israelische Darstellung und Reaktionen

Israelische Behörden erklärten, während einer gemeinsamen Operation von Armee und Grenzpolizei in Tammum habe sich das Auto der Familie auf die Kräfte zubewegt, die sich bedroht fühlten und das Feuer eröffneten. Die Umstände werden laut israelischem Militär untersucht. Der Palästinensische Rote Halbmond berichtete, israelische Kräfte hätten zunächst den Zugang zu den Verletzten behindert.

Hintergrund der Gewalt

Die UNO verzeichnet seit den Hamas-Angriffen am 7. Oktober 2023 einen starken Anstieg der Gewalt im Westjordanland, mit über 1.000 palästinensischen Toten bis März 2026, darunter mindestens 231 Kinder. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden mindestens 36 Palästinenser getötet. Die Region bleibt unter verschärften Bewegungsbeschränkungen, und trotz einer Waffenruhe im Gazastreifen kommt es weiter zu Gewalt.

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