Gaza: Tote trotz Waffenruhe - WHO stoppt Evakuierungen nach Angriff
Wichtige Fakten
- • Mindestens zwölf Tote bei israelischen Angriffen am Montag im Gazastreifen.
- • Ein WHO-Mitarbeiter wurde von israelischen Truppen getötet, die WHO setzte Evakuierungen aus.
- • Seit Feuerpause-Beginn laut Gaza-Gesundheitsministerium 733 Tote durch israelischen Beschuss.
- • Israel und Hamas werfen sich gegenseitig Verstöße gegen das Waffenruhe-Abkommen vor.
- • Zentrale Hürde: Hamas weigert sich, Waffen abzugeben.
Zusammenfassung
Trotz einer offiziellen, von den USA vermittelten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas kommt es im Gazastreifen weiterhin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Am Montag wurden bei israelischen Luftangriffen und Drohnenangriffen mindestens zwölf Menschen getötet und mehrere verletzt, unter anderem im Küstengebiet östlich des Flüchtlingslagers Maghasi, wo laut palästinensischen Behörden zehn Todesopfer zu beklagen waren. Ein freier Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kam ebenfalls ums Leben, woraufhin die WHO die Evakuierung Schwerkranker aus dem Küstenstreifen vorläufig aussetzte.
Hintergrund und Konflikt
Die jüngsten Angriffe verdeutlichen die Brüchigkeit der seit Oktober geltenden Waffenruhe, wobei sich beide Seiten gegenseitig Verstöße vorwerfen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza sind seit Beginn der Feuerpause mindestens 733 Menschen durch israelischen Beschuss gestorben, während Israel den Tod von fünf Soldaten im selben Zeitraum meldet. Ein zentrales Hindernis für die Umsetzung eines Friedensplans bleibt die Weigerung der Hamas, ihre Waffen abzugeben. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen, erklärte später jedoch, dass ihre Truppen auf ein unmarkiertes Fahrzeug geschossen hätten, das sich ihnen näherte.
Details zu den Vorfällen
Bei den Angriffen im Gazastreifen kam es auch zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und einer von Israel unterstützten Miliz, die Menschen verschleppen wollte. Ein Augenzeuge berichtete, dass israelische Drohnen Raketen in dicht besiedelte Gebiete feuerten und Anwohner, die ihre Häuser verteidigten, gezielt angegriffen wurden. Der getötete WHO-Mitarbeiter, Majdi Aslan, war in einem klar gekennzeichneten Fahrzeug unterwegs, um Patienten zum Rafah-Grenzübergang zu transportieren, als es von israelischen Truppen beschossen wurde. Die WHO betonte die Notwendigkeit des Schutzes von Zivilisten und humanitären Arbeitern.
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