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International 01.05.2026, 04:00 Aktualisiert: 01.05.2026, 06:03

UN wirft Dänemark Diskriminierung grönländischer Mütter vor

UN warnt Dänemark vor ethnischer Diskriminierung grönländischer Mütter.

Wichtige Fakten

  • UN warnt Dänemark vor ethnischer Diskriminierung grönländischer Mütter.
  • Keira Kronvolds Baby wurde 2024 nach umstrittenem Test entzogen.
  • Dänemark verbot die Tests im Mai 2025.
  • Kronvold kämpft vor Gericht um das Sorgerecht.
  • Dänemark hat derzeit keine Regierung.

UN wirft Dänemark Diskriminierung vor

Die Vereinten Nationen haben Dänemark gewarnt, dass die Behandlung einer grönländischen Mutter, deren Neugeborenes nach umstrittenen Erziehungskompetenztests entzogen wurde, „ethnische Diskriminierung darstellen könnte“. Die Mutter Keira Kronvold verlor ihre Tochter Zammi 2024 Stunden nach der Geburt. Die Tests, die kulturell unangemessen sein sollen, wurden im Mai 2025 von Dänemark verboten. Kronvold kämpft nun vor dem Obersten Gericht um das Sorgerecht.

Systematische Diskriminierung?

Die UN-Sonderberichterstatterinnen Reem Alsalem und Kollegen forderten Dänemark auf, zu Fragen der Menschenrechtsverletzungen Stellung zu nehmen. Grönländerinnen seien überproportional von den Tests betroffen. Kronvold selbst berichtet von psychischen Folgen. Ihr Anwalt hofft, dass der Fall als Symbol für viele betroffene Familien dient. Die dänische Regierung kann aufgrund der aktuellen politischen Lage ohne Koalition nicht reagieren.

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