Teilen:
Inland 03.04.2026, 05:57 Aktualisiert: 03.04.2026, 15:03

Festnahme nach Zwischenfall im ICE: Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen

20-Jähriger aus Aachen zündete zwei pyrotechnische Gegenstände im ICE 19.

Wichtige Fakten

  • 20-Jähriger aus Aachen zündete zwei pyrotechnische Gegenstände im ICE 19.
  • Mindestens 12 Reisende leicht verletzt, eine Person mit Knalltrauma im Krankenhaus behandelt.
  • Bundespolizei fand bei Festnahme Maske, zwei Messer und Rauchkörper.
  • Haftbefehl wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Sprengstoffverstößen erlassen.
  • Täter gehört laut Generalstaatsanwaltschaft dem rechten Spektrum an, psychische Erkrankung wird geprüft.

Zwischenfall im ICE 19

Im ICE 19 von Frankfurt nach Köln kam es am Abend des 2. April 2026 zu einem schweren Zwischenfall, als ein 20-jähriger Deutscher aus Aachen zwei pyrotechnische Gegenstände im Zug entzündete. Reisende alarmierten den Notruf und schlossen den vermummten Mann auf einer Toilette ein, woraufhin die Bundespolizei ihn am Bahnhof Siegburg festnahm.

Polizeiliche Ermittlungen und neue Details

Bei der Festnahme wurden eine Maske, zwei Messer und zwei frei verkäufliche Rauchkörper sichergestellt; der Mann gab laut Polizei an, einen Anschlag geplant zu haben. Der Staatsschutz der Polizei Bonn hat die Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf übernommen. Am Karfreitag wurde ein Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen, der den Verdacht des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und von Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz umfasst.

Motiv und Hintergrund

Laut der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf gehört der Mann dem rechten politischen Spektrum an, eine politische Motivation kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, während gleichzeitig Erkenntnisse auf eine psychische Erkrankung hindeuten. Das genaue Motiv bleibt unklar, und die Ermittlungen laufen weiter.

Auswirkungen und Folgen

Mindestens zwölf Reisende erlitten leichte Verletzungen, eine Person mit Knalltrauma wurde kurzzeitig ins Krankenhaus gebracht, konnte es aber nach Behandlung wieder verlassen. Rund 180 Passagiere und Bahnpersonal wurden in einer nahegelegenen Turnhalle versorgt, Notfallseelsorger leisteten Betreuung. Der ICE stand mehrere Stunden auf Gleis sechs in Siegburg, während Beamte den Zug durchsuchten und keine weiteren gefährlichen Gegenstände fanden. Die Schnellfahrstrecke Frankfurt-Köln war zeitweise gesperrt, Fernzüge wurden umgeleitet, und der Polizeieinsatz endete gegen 1 Uhr nachts.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.