VW-Krise: Belegschaft kritisiert Kommunikation des Vorstands scharf
Wichtige Fakten
- • VW-Belegschaft kritisiert Kommunikation als desaströs.
- • Intranet-Umfrage zeigt große Angst um Arbeitsplätze.
- • Betriebsversammlungen an neun Standorten geplant.
- • Blume: Lage „mehr als kritisch“, Sparprogramm nötig.
Unmut in der Belegschaft
Beim Autobauer Volkswagen sorgt die Kommunikation des Vorstands für erhebliche Verstimmung unter den Beschäftigten. In einer internen, vom Betriebsrat initiierten Online-Umfrage kritisierten die Mitarbeiter die Informationspolitik der Führung als „desaströs“. Zahlreiche Beschäftigte zeigten sich verunsichert und verängstigt, wie aus einem Intranet-Beitrag hervorgeht.
Sparpaket und Standortängste
Hintergrund ist das geplante Sparpaket, mit dem der Konzern die Kosten deutlich senken will. Konzernchef Oliver Blume hatte die Lage als „mehr als kritisch“ bezeichnet. Konkrete Aussagen zu möglichem Stellenabbau oder der Zukunft einzelner Werke fehlen bislang. Besonders betroffen sind die Standorte Emden, Hannover, Neckarsulm, Osnabrück und Zwickau, deren wettbewerbsfähige Auslastung in den 2030er-Jahren fraglich ist.
Der Betriebsrat bemängelt außerdem, dass ein Interview mit Blume erst freitagnachmittags veröffentlicht wurde, als viele Mitarbeiter das Wochenende begannen. Die Belegschaft fordert nun schnelle Antworten. In den kommenden Tagen sind neun außerordentliche Betriebsversammlungen geplant, die erste am Dienstag in Wolfsburg.
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