Zivile Opfer bei Drohnenangriffen im Sudan
Wichtige Fakten
- • Mindestens 28 Zivilisten starben bei zwei Drohnenangriffen in Nord-Darfur und Nord-Kordofan.
- • Der Bürgerkrieg zwischen Armee und RSF begann im April 2023 und hat über 11,6 Millionen Menschen vertrieben.
- • Die UN meldet über 500 Drohnenopfer in Kordofan von Januar bis März 2026.
- • Ein Angriff auf ein Krankenhaus in Ost-Darfur tötete am 20. März 64 Menschen.
- • Schätzungen zu Todesopfern im Krieg reichen von Zehntausenden bis über 400.000.
Zivile Opfer bei Drohnenangriffen im Sudan
Mindestens 28 Zivilisten sind bei zwei separaten Drohnenangriffen im Sudan getötet worden, wie Gesundheitspersonal berichtet. Ein Angriff traf einen Markt in Saraf Omra, Nord-Darfur, am Mittwoch und forderte 22 Tote, darunter ein Säugling, sowie 17 Verletzte. Ein weiterer Angriff traf einen Lastwagen mit Zivilisten auf einer Autobahn in Nord-Kordofan, wobei sechs Menschen starben und zehn verletzt wurden. Die Verantwortung für die Angriffe ist unklar, wobei Quellen die Armee und die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) beschuldigen.
Eskalation des Bürgerkriegs
Der Bürgerkrieg im Sudan, der im April 2023 zwischen Armee und RSF ausbrach, nähert sich seinem vierten Jahr. Seitdem sind über 11,6 Millionen Menschen vertrieben worden, was Hilfsorganisationen als schlimmste humanitäre Krise der Welt bezeichnen. Die UN meldet einen Anstieg der Drohnenopfer, insbesondere in der Kordofan-Region, mit über 500 Toten zwischen Januar und März 2026. Ein Angriff auf ein Krankenhaus in Ost-Darfur am 20. März tötete 64 Menschen und verletzte 89.
Humanitäre Lage und Kriegsfolgen
Große Teile des Landes sind von Hungersnot bedroht, und Schätzungen zu den Kriegstoten reichen von Zehntausenden bis über 400.000. Der Konflikt hat zu massiven Vertreibungen und humanitären Notlagen geführt, wobei Drohnenangriffe zunehmend Zivilisten treffen und die Krise verschärfen.
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