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International 16.02.2026, 14:07 Aktualisiert: 16.02.2026, 18:05

Zugunglück durch Lawine in der Schweiz - Hohe Lawinengefahr in den Alpen

Fünf Personen bei Zugentgleisung nahe Goppenstein verletzt

Wichtige Fakten

  • Fünf Personen bei Zugentgleisung nahe Goppenstein verletzt
  • Lawine blockierte Gleise kurz vor Zugdurchfahrt
  • 50 Bewohner in Orsières vorsorglich evakuiert
  • Institut für Schnee- und Lawinenforschung warnt vor großer Gefahr

Zugunglück durch Lawineneinwirkung

Bei einem Zugunglück im Schweizer Kanton Wallis sind fünf Menschen verletzt worden. Der Regionalzug entgleiste am Morgen bei der Ausfahrt aus einem überdachten Gleisabschnitt nahe Goppenstein. Nach ersten Ermittlungsergebnissen könnte eine Lawine kurz vor der Durchfahrt des Zuges die Gleise blockiert haben. Eine der verletzten Personen musste in einer Klinik behandelt werden, während die anderen vor Ort versorgt wurden. Alle 29 Passagiere konnten gerettet werden.

Ausgedehnte Lawinengefahr

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos warnt in weiten Teilen der Schweizer Alpen vor großer Lawinengefahr. Grund sind große Mengen an Neuschnee sowie vom Wind verfrachteter Triebschnee auf einer instabilen Schneedecke. In der Gemeinde Orsières, etwa 60 Kilometer südwestlich von Goppenstein, wurden vorsorglich rund 50 Einwohner aus einer Gefahrenzone in Sicherheit gebracht. Die Region steht unter der zweithöchsten Lawinenwarnstufe.

Weitere Vorfälle in den Alpen

Die Zugentgleisung ereignete sich vor dem Hintergrund mehrerer tödlicher Lawinenunfälle in den Alpen in den vergangenen Tagen. Unter anderem kamen in Frankreich und Italien mehrere Skifahrer ums Leben. Alpine Rettungsdienste verzeichnen eine außergewöhnlich instabile Schneelage entlang des gesamten Alpenbogens, die durch jüngste Schneefälle und Windverfrachtungen verschärft wurde.

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