EU ringt um Reform der Fluggastrechte: Drei oder vier Stunden Verspätung?
- • EU-Parlament will bisherige Drei-Stunden-Regelung beibehalten.
- • Mitgliedsstaaten plädieren für Grenze bei vier Stunden.
- • Verbraucherschützer: 60% der Passagiere verlieren sonst Anspruch.
"Die Entscheidung über Fluggastrechte wird richtungsweisend für Verbraucherschutz versus Flexibilität der Airlines sein."
Pilotenstreik bei Lufthansa: Hunderte Flüge fallen aus - Passagierrechte im Überblick
- • Ein zweitägiger Pilotenstreik bei Lufthansa führt zu Hunderten Flugausfällen in Frankfurt und München.
- • Passagiere haben bei Streiks eigener Mitarbeiter Anspruch auf Entschädigungen von 250-600 Euro laut EU-Verordnung.
- • Airlines müssen bei Verspätungen kostenlose Mahlzeiten, Telefonate und Hotelübernachtungen anbieten.
"Der Streik zeigt, dass Passagiere bei Flugausfällen durch eigene Gewerkschaftsaktionen der Airlines klare Entschädigungsansprüche haben, die sie aktiv einfordern sollten."
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EuGH: Fluggesellschaften müssen Vermittlungsgebühren bei Annullierungen erstatten
- • Der Europäische Gerichtshof entschied am 15.01.2026 (Az. C-45/24), dass Fluggesellschaften bei Annullierungen auch Vermittlungsgebühren von Buchungsportalen an Reisende zurückzahlen müssen.
- • Auslöser war ein Fall mehrerer österreichischer Reisender, die über das Portal Opodo KLM-Tickets von Wien nach Lima gebucht hatten (Gesamtpreis: rund 2.050 Euro).
- • KLM erstattete etwa 1.950 Euro, zog aber die knapp 100 Euro Vermittlungsgebühr von Opodo ein.
"Fluggäste können künftig vollständige Rückerstattungen inklusive Vermittlungsgebühren von der Fluggesellschaft verlangen. Airlines müssen ihre Erstattungsprozesse anpassen, um Zahlungen an Kunden vollständig abzuwickeln. Buchungsportale könnten als Folge ihre Gebührenstruktur und Transparenz verbessern. Reisende sollten bei gestrichenen Flügen konsequent die vollständige Erstattung einfordern; bei Ablehnung können sie sich auf das EuGH-Urteil (Az. C-45/24) berufen."