Donald Trump gründet einen 'Friedensrat' – Kontroverse um neue internationale Ordnung
- • Donald Trump hat einen 'Friedensrat' gegründet, der unter seiner Leitung global Krisen adressieren soll.
- • Der Rat wurde beim Weltwirtschaftsforum in Davos initiiert, und Trump wird lebenslang den Vorsitz haben.
- • 60 Länder wurden eingeladen, gegen eine Gebühr von einer Milliarde US-Dollar beizutreten.
"Der Friedensrat wird kontrovers diskutiert und man erwartet, dass er bestehende Strukturen nachhaltig verändern könnte. Die Zusammenarbeit mit der UNO und anderen internationalen Gremien bleibt unklar, während europäische Nationen zurückhaltend auf Trumps Initiative reagieren."
Trump lädt Deutschland in neuen „Friedensrat“ ein – Kreml prüft Putin-Angebot, Streit um Grönland und Nobelpreis eskaliert
- • Die US-Regierung hat Deutschland die Mitgliedschaft in Präsident Trumps neu geschaffenem „Friedensrat“ angeboten; Regierungssprecher Steffen Kornelius dankte für das Angebot, betonte aber, für die Bundesregierung blieben die Vereinten Nationen das entscheidende internationale Gremium.
- • Laut Kreml wurde auch Wladimir Putin eingeladen; Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, Russland wolle vor einer Antwort „alle Nuancen“ mit Washington klären. Eine Bestätigung aus Washington liegt dazu weiterhin nicht vor.
- • Putins Sondergesandter Kirill Dmitriew soll beim Weltwirtschaftsforum in Davos diese Woche Mitglieder der US-Delegation treffen; ob dabei der „Friedensrat“ Thema ist, bleibt unklar.
"Mit der offiziellen Einladung an Deutschland und weiteren öffentlich bestätigten Zusagen/Einladungen gewinnt das Projekt politisches Gewicht, zugleich wächst der Konflikt mit etablierten multilateralen Strukturen (UN) und innerhalb Europas. Offene Punkte bleiben die rechtliche/finanzielle Konstruktion (1-Mrd.-Dollar-Regel, Empfänger/Verwendung) sowie die tatsächliche Handlungsfähigkeit des Gremiums angesichts der fragilen Gaza-Waffenruhe. Zudem dürfte Trumps Grönland- und Zollkonflikt die transatlantischen Spannungen weiter verschärfen."
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USA benennen Mitglieder des Gaza-„Friedensrats“ – Israel kritisiert Einladungen, UN warnt vor dramatischer Lage
- • Die US-Regierung hat Phase zwei ihres 20-Punkte-Plans für Gaza gestartet; vorgesehen sind unter anderem Wiederaufbau und eine Übergangsverwaltung. Im Gazastreifen gilt laut tagesschau seit dem 10. Oktober 2025 eine Waffenruhe, die als brüchig gilt.
- • US-Präsident Donald Trump hat sieben Gründungsmitglieder des „Friedensrats“/„Board of Peace“ (founding executive board) ernannt: Jared Kushner, Außenminister Marco Rubio, Sondergesandter Steve Witkoff, Weltbankpräsident Ajay Banga, Apollo-CEO Marc Rowan, Sicherheitsberater Robert Gabriel und Ex-Premier Tony Blair; Trump will den Vorsitz übernehmen.
- • Der Friedensrat soll laut Weißem Haus neben dem Wiederaufbau auch Investitionen/Kapital sowie regionale Beziehungen vorantreiben; ein Treffen ist nächste Woche am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos geplant.
"Entscheidend bleibt, ob die brüchige Waffenruhe hält und ob es einen realistischen Mechanismus für Demilitarisierung/Entwaffnung der Hamas gibt – beides gilt laut BBC als größter Prüfstein. Politisch drohen zusätzliche Reibungen: Israels öffentliche Einwände gegen Einladungen sowie die Kritik an fehlender palästinensischer Repräsentation könnten die Legitimität und Arbeitsfähigkeit der neuen US-Strukturen belasten. Kurzfristig dürfte das Davos-Treffen als erster Belastungstest für Rollenverteilung, Mandate und Finanzierung dienen."