AfD-Bundesvorstand verhängt Kontaktverbot gegen Strippenzieher Rohrböck
Wichtige Fakten
- • AfD-Bundesvorstand verbietet Zusammenarbeit mit Geschäftsmann Tom Rohrböck.
- • Rohrböck wird als Strippenzieher und Königsmacher in der AfD bezeichnet.
- • Brandbrief des bayerischen AfD-Chefs Protschka löste den Beschluss aus.
- • Rohrböck bestreitet die Vorwürfe und zeigt sich gelassen.
- • Der Beschluss gilt als Teil eines innerparteilichen Machtkampfs.
Hintergrund und Beschluss
Der AfD-Bundesvorstand hat ein Kontaktverbot gegen den Geschäftsmann Tom Rohrböck verhängt, der als einflussreicher Strippenzieher innerhalb der Partei gilt. Wie WDR, NDR und SZ berichten, beschloss der Vorstand, dass Rohrböck weder an Parteiveranstaltungen teilnehmen noch diese mitorganisieren darf. Zudem wird die Zusammenarbeit mit ihm in Parteiangelegenheiten untersagt. Verstöße sollen als parteischädigendes Verhalten gewertet werden.
Reaktion auf Brandbriefe
Der Beschluss ist eine direkte Reaktion auf einen Brandbrief des bayerischen AfD-Landesvorsitzenden Stephan Protschka, in dem er vor Rohrböcks Einfluss warnte. Auch aus Niedersachsen gab es ähnliche Vorwürfe. In Bayern werde Druck auf Abgeordnete ausgeübt, und es herrsche ein „Klima der Verunsicherung“.
Rohrböcks Rolle und Netzwerk
Tom Rohrböck, der nie AfD-Mitglied war, verfügt über ein breites Netzwerk bis in den Bundestag. Seine Geldquellen sind unklar. Bereits 2021 wurde über ihn als „heimlichen Strippenzieher“ berichtet. Er selbst wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete sich als „völlig überbewertet“.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.