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Politik 27.08.2026, 05:15 Aktualisiert: 27.08.2026, 08:02

AfD in Sachsen-Anhalt: Patriotismus-Agenda könnte Regierungsmacht bringen

AfD will defundische Kunst streichen

Wichtige Fakten

  • AfD will defundische Kunst streichen
  • Unterricht: mehr Bismarck, weniger Hitler
  • AfD-Kandidat Siegmund strebt Regierungschef an
  • AfD als rechtsextrem von Geheimdienst eingestuft
  • Bildung: flächendeckend deutsche Flaggen an Schulen

Wahlkampf-Höhenflug

In Sachsen-Anhalt liegt die Alternative für Deutschland (AfD) vor der Landtagswahl am 6. September in Umfragen deutlich vorn. Die Partei könnte genug Sitze erreichen, um allein zu regieren – ein Novum in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Spitzenkandidat ist Ulrich Siegmund, ein ehemaliger Luftverbesserer-Verkäufer, der laut Umfragen der erste AfD-Ministerpräsident werden könnte.

Kontroverse Geschichtspolitik

Im Fokus steht die Patriotsmus-Agenda der AfD. Diese sieht vor, den Geschichtsunterricht umzugestalten: weniger Nationalsozialismus, mehr preußische und deutsche Geschichte des 19. Jahrhunderts. Hans-Thomas Tillschneider von der AfD fasste es so zusammen: "Mehr Bismarck, weniger Hitler". Zudem sollen pflichtmäßig deutsche Flaggen an Schulen gehisst und Gedenkorte für Gefallene erhalten werden.

Kritik und Bedenken

Kritiker sehen in der AfD eine verfassungsfeindliche Partei, die Erinnerungskultur als "Schuldkomplex" diffamiere. Der Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt stuft den Landesverband seit 2023 als rechtsextrem ein, es bestehe eine "rassistische Ideologie". Kulturinstitutionen, wie das Theater Eisleben, fürchten um Förderung und künstlerische Freiheit, könnte eine AfD-Regierung das Budget für "undeutsche" Kunst kürzen.

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