Armenien vor der EU? Paschinjan gewinnt Parlamentswahl
Wichtige Fakten
- • Paschinjans Partei gewinnt mit 49,81 % der Stimmen.
- • Prorussische Kräfte erzielen zusammen über 40 %.
- • Wahlbeteiligung lag bei rund 63 %.
- • Russland verhängte vor der Wahl Handelsbeschränkungen gegen Armenien.
- • EU sicherte 50 Millionen Euro Unterstützung zu.
Ausgangslage und Ergebnis
Bei der Parlamentswahl in Armenien am 7. Juni 2026 hat die Partei „Zivilvertrag" von Ministerpräsident Nikol Paschinjan mit 49,81 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit knapp verpasst, ist aber stärkste Kraft geworden. Insgesamt vier Parteien übersprangen die Sieben-Prozent-Hürde. Oppositionsführer ist der prorussische Block „Starkes Armenien" unter Milliardär Samwel Karapetjan.
Hintergrund und Konflikte
Seit der „Samtenen Revolution" 2018 strebt Paschinjan eine Westorientierung an, was die Beziehungen zu Russland belastet. Der Krieg um Berg-Karabach (2020–2023) und die gescheiterte Verteidigung durch Russland schwächten dessen Image als Schutzmacht. Armenien leidet unter russischen Einfuhrverboten und der Drohung, den Gaspreis zu erhöhen.
Europäische Annäherung
Paschinjan wirbt für einen EU-Beitritt und einen Friedensvertrag mit Aserbaidschan. Die EU-Kommissionspräsidentin gratulierte und sagte Hilfen in Höhe von 50 Millionen Euro zu. Die USA unterstützen den Vermittlungsprozess. Allerdings bleibt die Wirtschaft Armeniens eng mit Russland verflochten.
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