Bahn-Chefin Palla treibt Fokussierung auf Kerngeschäft voran und plant neues Familienticket
Wichtige Fakten
- • Randgeschäfte wie Call a Bike und Flinkster stehen auf dem Prüfstand.
- • Internationale Bahnbauprojekte in Indien und Uruguay werden mittelfristig aufgegeben.
- • Arriva und DB Schenker wurden bereits verkauft, dennoch hunderte Beteiligungen.
- • Infrastruktur-Sanierung bleibt Priorität; Talsohle der Alterung erreicht, Trendwende noch nicht.
- • Neues Familienticket für 99,99 Euro im Sommerferien-Fernverkehr geplant.
Kerngeschäft Eisenbahn
Bahn-Chefin Evelyn Palla treibt die Fokussierung des Staatskonzerns auf das Kerngeschäft voran. Randgeschäfte wie die Fahrradvermietung Call a Bike und die Autovermietung Flinkster sollen künftig nur noch fortgeführt werden, wenn sie profitabel sind. Das kündigte Palla dem Magazin Stern an.
Abbau von Randaktivitäten
Neben den Mobilitätsdienstleistungen plant die Bahn, sich mittelfristig von internationalen Bahnbauprojekten in Indien und Uruguay zu trennen. Bereits im vergangenen Jahr wurden die europäische Personenverkehrstochter Arriva und der Logistiker DB Schenker verkauft. Dennoch verzeichnet der Konzern weiterhin mehrere Hundert Beteiligungen.
Infrastruktur-Sanierung
Die Sanierung der maroden Infrastruktur hat höchste Priorität. Milliarden fließen in das Schienennetz, das maßgeblich für Unpünktlichkeit verantwortlich ist. Palla betont, die Talsohle der Alterung sei erreicht, eine Trendwende aber noch nicht geschafft.
Neues Familienticket für Sommerferien
Für die anstehenden Sommerferien bietet die Deutsche Bahn ein neues Pauschalticket an: Für 99,99 Euro können Familien mit bis zu fünf Personen den Fernverkehr für Hin- und Rückreise nutzen, inklusive Sitzplatzreservierung. Das Buchungsangebot startet ab Mitte Juni.
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