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BND-Satellitenprojekt: Neue Verzögerungen trotz hoher Kosten
Seit 2014 plant die Bundesregierung den Einsatz eigener BND-Satelliten, um die strategische Unabhängigkeit zu erhöhen.
Wichtige Fakten
- • Seit 2014 plant die Bundesregierung den Einsatz eigener BND-Satelliten, um die strategische Unabhängigkeit zu erhöhen.
- • Der geplante Satellitenstart wurde wiederholt verschoben, zuletzt wegen technischer Schwierigkeiten bei der Bundeswehr.
- • Das Projekt GEORG hat bisher über eine halbe Milliarde Euro gekostet und wird von der Bremer Firma OHB realisiert.
- • Deutschland ist weiterhin abhängig von ausländischen Partnern für den Start und die Nutzung von Satellitenkapazitäten.
Die Planungen der deutschen Regierung, dem Bundesnachrichtendienst (BND) eigene Satelliten zur Verfügung zu stellen, stagnieren weiterhin. Ursprünglich sollten die ersten BND-Satelliten im Jahr 2022 gestartet werden, doch das Vorhaben verzögert sich bis heute. Die jüngste Verschiebung steht im Kontext technischer Schwierigkeiten bei ähnlichen Projekten der Bundeswehr. Das Projekt, bekannt als "Geheimes Elektro-Optisches Reconnaissance System Germany" (GEORG), hat bisher mehr als eine halbe Milliarde Euro gekostet. Die Umsetzung obliegt dem Bremer Raumfahrtunternehmen OHB. Eine Abhängigkeit von internationalen Partnern, wie den USA, bleibt bestehen, da Deutschland bisher keine ausreichenden eigenen Alternativen bietet. Die Bundesregierung betont die steigende Bedeutung des Weltraums für nationale Sicherheitsstrategien, jedoch bestehen derzeit Planungs- und Umsetzungsherausforderungen.
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