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Wirtschaft 11.03.2026, 06:51 Aktualisiert: 11.03.2026, 18:03

Börsengeschehen am 11. März 2026: DAX schließt mit Verlusten trotz Ölvorrats-Freigabe

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat eine Rekord-Freigabe von Notfall-Ölvorräten beschlossen, die die 182 Millionen Barrel von 2022 übertrifft.

Wichtige Fakten

  • Die Internationale Energieagentur (IEA) hat eine Rekord-Freigabe von Notfall-Ölvorräten beschlossen, die die 182 Millionen Barrel von 2022 übertrifft.
  • Der DAX schloss am 11. März mit einem Minus von 1,37 Prozent bei 23.640 Punkten, belastet durch Konjunktur- und Inflationssorgen.
  • Der Iran-Krieg treibt die Ölpreise: Nordsee-Öl stieg um fünf Prozent auf knapp 93 Dollar pro Barrel.
  • Rheinmetall meldete für 2025 einen Umsatzanstieg um 29 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro, doch die Aktie fiel um acht Prozent.
  • Die Inflation in Deutschland sank im Februar auf 1,9 Prozent, dürfte aber durch Kriegsfolgen wieder steigen.

Marktentwicklung am 11. März 2026

Der deutsche Aktienmarkt konnte am 11. März 2026 nicht an die Erholung des Vortages anknüpfen und schloss mit deutlichen Verlusten. Der DAX beendete den Handel mit einem Minus von 1,37 Prozent bei 23.640 Punkten, nachdem er im frühen Handel zunächst stärker gefallen war und später kurzzeitig auf über 23.800 Punkte kletterte, bevor er die Gewinne wieder abgab. Bestimmende Themen des Tages blieben der Krieg im Iran und die angespannte Lage auf dem Ölmarkt, die Konjunktur- und Inflationssorgen nähren.

Ölvorrats-Freigabe und Preisentwicklung

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat eine Rekord-Freigabe von Notfall-Ölvorräten beschlossen, die sogar die 182 Millionen Barrel von 2022 übertrifft, wobei Deutschland sich der Entscheidung anschloss. Trotz dieser Maßnahme konnten die Ölsorgen nicht ausgeräumt werden: Der Preis für Nordsee-Öl stieg um fünf Prozent auf knapp 93 Dollar pro Barrel. Die Inflation in Deutschland sank im Februar auf 1,9 Prozent, doch es wird erwartet, dass die durch den Iran-Krieg getriebenen Öl- und Gaspreise die Teuerung in den kommenden Monaten wieder anfachen werden.

Unternehmensnachrichten und Einzeltitel

Rheinmetall legte seine Jahresbilanz für 2025 vor und meldete einen Umsatzanstieg um 29 Prozent auf rund 9,9 Milliarden Euro sowie einen starken Gewinnzuwachs. Allerdings hatten Analysten ein noch besseres Ergebnis erwartet, was zu einem Kursrückgang von acht Prozent führte. Henkel verzeichnete für 2025 Rückgänge bei Umsatz und operativem Ergebnis, mit einem Umsatz von 20,5 Milliarden Euro (minus fünf Prozent), was den Aktienkurs um knapp vier Prozent drückte. Porsche erlitt einen Gewinneinbruch um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund von Milliardenkosten für die Kehrtwende zu mehr Verbrennern, wobei die Aktie nur leicht um 1,2 Prozent fiel.

Geopolitische Hintergründe und Ausblick

Der Krieg im Iran und die damit verbundenen geopolitischen Spannungen, wie die Minenlegung in der Straße von Hormus, bleiben ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Märkte. Analysten gehen davon aus, dass die Nervosität an den Börsen weiter anhalten wird, maßgeblich abhängig von den Entwicklungen im Iran. Die Dauer des Krieges wird als entscheidend für die künftige Inflationsentwicklung angesehen, wobei Ökonomen derzeit erwarten, dass die Inflationsrate in Deutschland im Gesamtjahr knapp über der Zwei-Prozent-Marke liegen wird.

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