Evakuierungsflüge laufen an - Opposition kritisiert Bundesregierung
Wichtige Fakten
- • Rund 30.000 deutsche Touristen sind im Nahen Osten gestrandet.
- • Emirates-Flüge haben erste Urlauber nach Frankfurt und München zurückgebracht.
- • Die Bundesregierung plant Charterflüge für vulnerable Gruppen nach Saudi-Arabien und Oman.
- • Die Opposition fordert entschlosseneren Einsatz zur Rückholung aller Deutschen.
- • TUI rechnet mit Rückholung aller Kunden binnen einiger Tage.
Erste Evakuierungsflüge gestartet
Nach den Flugausfällen im Nahen Osten sind erste Sonderflüge mit gestrandeten deutschen Touristen in Deutschland gelandet. Ein Emirates-Flug aus Dubai traf in Frankfurt ein, und ein weiterer wird für den Abend in München erwartet, an dem etwa 200 TUI-Gäste sitzen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Flugverkehr teilweise wieder aufgenommen, nachdem Lufträume geschlossen wurden.
Rund 30.000 Deutsche betroffen
Schätzungen zufolge sind rund 30.000 deutsche Touristen in der Region gestrandet, was das Auswärtige Amt als "einigermaßen verlässliche Größe" bestätigt. Der Deutsche Reiseverband (DRV) rät Pauschalreisenden, in Hotels zu bleiben und auf offizielle Anweisungen zu warten, während Reiseveranstalter wie TUI mit Partner-Airlines wie Emirates und Etihad an der Rückholung arbeiten und binnen einiger Tage alle Kunden zurückbringen wollen.
Opposition kritisiert Bundesregierung scharf
Die Opposition, insbesondere die Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann und die Grünen-Außenexpertin Luise Amtsberg, kritisiert die Pläne der Bundesregierung als zu spät und unzureichend. Amtsberg bezeichnete es als "erschütternd", dass die Regierung in der akuten Gefährdungslage unvorbereitet wirke. Die Linksfraktion bemängelt zudem mangelhafte Krisenkommunikation.
Bundesregierung plant weitere Rückholaktionen
Die Bundesregierung unter Außenminister Johann Wadephul (CDU) bereitet Charterflüge für vulnerable Gruppen nach Riad und Maskat vor und kündigte an, dass ein erster Lufthansa-Flug am Donnerstag nach Frankfurt starten soll. Wadephul betonte jedoch, dass Reiseveranstalter und Fluglinien in erster Linie für die Rückholung verantwortlich sind, und nannte Bundeswehreinsätze als letzte Option.
Kommunikation und Sicherheitsbedenken
Wadephul korrigierte eine frühere Äußerung zur Reisewarnung und bestätigte, dass diese seit dem 28. Februar besteht. Der DRV warnt davor, auf eigene Faust zu handeln, und betont die Bedeutung von transparenter Kommunikation, um Panik zu vermeiden. Die Polizei hatte zuvor vor Fake-Hotlines für Flugumbuchungen gewarnt, nachdem eine Frau aus Niederbayern um 2.500 Euro betrogen wurde.
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