Ceuta: Spanien und Marokko rüsten gegen neuen Massenandrang
Wichtige Fakten
- • Gerüchte über Grenzöffnung am 15. August kursieren in sozialen Medien.
- • Spanien erhöht Polizeipräsenz auf fast 900 Beamte in Ceuta.
- • Marokko verstärkt Grenzzäune und zieht Militär zusammen.
- • Über 70.000 Migranten kamen Ende Juli; mehr als 80 starben.
- • Tausende harren weiterhin in Ceuta aus, Zahlen uneinheitlich.
Spanien und Marokko bereiten sich vor
In der spanischen Exklave Ceuta und im benachbarten Marokko herrscht erhöhte Alarmbereitschaft. Grund sind Gerüchte in sozialen Netzwerken, wonach die Grenze am 15. August, einem spanischen Feiertag, geöffnet sein soll. Sowohl spanische als auch marokkanische Behörden wollen eine Wiederholung der Ereignisse vom 30. und 31. Juli verhindern, als über 70.000 Migranten die Grenze überwanden und mehr als 80 Menschen starben.
Massive Aufstockung der Sicherheitskräfte
Spanien hat die Zahl der Nationalpolizisten in Ceuta auf fast 900 erhöht, zusätzlich sind mehr als 700 Guardia Civil und Militärangehörige im Einsatz. Auch Marokko hat massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen: Der Grenzort Fnideq ist in eine Sicherheitszone verwandelt, Zäune wurden verstärkt, Boote patrouillieren und Wasserwerfer sind bereit. Personenkontrollen an Straßen und Zufahrten sollen die Bewegungsfreiheit einschränken.
Lage der Migranten in Ceuta
Gut zwei Wochen nach Beginn der Krise halten sich noch Tausende Migranten in Ceuta auf, darunter viele Kinder und Jugendliche sowie Personen aus Konfliktgebieten. Die genauen Zahlen gehen auseinander: Die spanische Regierung spricht von rund 5.000, der Regionalpräsident von bis zu 12.000. Die Situation bleibt angespannt.
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