DAX schließt Februar mit Plus, BASF verschärft Sparkurs und Inflationsrate fällt überraschend
Wichtige Fakten
- • Der DAX schloss den Februar mit einem Plus von etwa drei Prozent bei 25.284 Punkten.
- • BASF erwartet für 2026 ein Ebitda von 6,2 bis 7,0 Mrd. Euro und erhöht die Kosteneinsparungen auf 2,3 Mrd. Euro jährlich.
- • Die deutsche Inflationsrate fiel im Februar überraschend auf 1,9 Prozent, getrieben von niedrigeren Energiepreisen.
- • Netflix stieg aus dem Bieterstreit um Warner Brothers aus, was die Aktie im US-Handel um bis zu zehn Prozent steigen ließ.
- • Geopolitische Unsicherheiten und KI-Sorgen belasten weiterhin die Anlegerstimmung, mit Ölpreissteigerungen um etwa zwei Prozent.
Börsenentwicklung im Februar
Der deutsche Leitindex DAX beendete den Februar mit einem Plus von rund drei Prozent und schloss den letzten Handelstag am 27.02.2026 nahezu unverändert bei 25.284 Punkten. Damit blieb der Index über der 25.000-Punkte-Marke, die er im Wochenverlauf zurückerobert hatte, und zeigt für den Monat eine ordentliche Wertentwicklung. Allerdings verlief der Handelstag holprig, mit Widerständen oberhalb von 25.300 Punkten, was auf Sorgen vor militärischen Eskalationen und KI-bedingten Unsicherheiten zurückzuführen ist. Experten wie Andreas Hürkamp von der Commerzbank betonen, dass diese Faktoren den DAX derzeit bremsen, während andere Analysten zuversichtlich sind, dass bei ausbleibenden geopolitischen Störfaktoren Anfang März neue Rekordhöhen folgen könnten.
Unternehmensnachrichten und Sparmaßnahmen
Der Chemiekonzern BASF stellte sich auf ein weiteres schwieriges Jahr ein und verschärfte sein Sparprogramm. Für 2026 erwartet Vorstandschef Markus Kamieth einen bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro, was unter den Analystenerwartungen liegt und die Aktie zeitweise um bis zu fünf Prozent fallen ließ. BASF erhöhte die jährlichen Kosteneinsparungen auf 2,3 Milliarden Euro und baute zwischen Dezember 2023 und Dezember 2025 weltweit rund 4.800 Jobs ab, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Zudem werden die Sachinvestitionen für 2026 bis 2029 auf 13 Milliarden Euro begrenzt, eine Reduzierung um mehr als 30 Prozent im Vergleich zur vorherigen Planung. Parallel stieg Netflix aus dem Bieterstreit um Warner Brothers aus, was die Aktie im US-Handel um bis zu zehn Prozent beflügelte, während Paramount die Übernahme antreten kann.
Wirtschaftsdaten und Marktthemen
Die deutsche Inflationsrate fiel im Februar überraschend auf 1,9 Prozent, getrieben von niedrigeren Energiepreisen und einem starken Euro-Wechselkurs, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Gegensatz dazu stiegen die US-Herstellerpreise im Januar um 2,9 Prozent, was Argumente gegen zeitnahe Zinssenkungen der US-Notenbank liefern könnte und die US-Börsen zu Handelsbeginn unter Druck setzte. Geopolitisch belasten indirekte Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA sowie Drohungen militärischer Maßnahmen die Stimmung, was zu Ölpreissteigerungen von rund zwei Prozent führte, mit einer eingepreisten Risikoprämie von acht bis zehn Dollar. Zudem bleibt Künstliche Intelligenz ein großes Thema, wobei OpenAI in einer neuen Finanzierungsrunde 110 Milliarden Dollar sicherte und eine Bewertung von 840 Milliarden Dollar erreichte, mit Investoren wie Amazon, SoftBank und Nvidia.
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