Deutsche Exporte erreichen Rekordhoch trotz Iran-Krieg
Wichtige Fakten
- • Deutsche Exporte erreichen im Juni Rekordwert von 139,3 Milliarden Euro.
- • Exporte steigen im Juni um 0,9 Prozent im Vergleich zum Mai.
- • USA bleiben wichtigster Exportmarkt, Lieferungen sinken um 14,2 Prozent.
- • Importe aus China steigen um 9,1 Prozent, Handelsbilanzdefizit wächst auf 27 Mrd. Dollar.
- • DAX erreicht dank starker Exportdaten neues Rekordhoch von 26.242 Punkten.
Export-Rekord im Juni
Die deutschen Exporte sind im Juni trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg auf einen Rekordwert gestiegen. Insgesamt wurden Waren im Wert von 139,3 Milliarden Euro exportiert, was einem Anstieg von 0,9 Prozent gegenüber Mai und 6,6 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Damit haben die Exporte den fünften Monat in Folge zugelegt und sich als Stütze der deutschen Wirtschaft erwiesen. Die Importe stiegen sogar um 4,4 Prozent auf 123,9 Milliarden Euro.
Handelspartner USA und China
Die USA bleiben der wichtigste Abnehmer deutscher Waren, doch die Ausfuhren in die USA fielen um 14,2 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro zurück. Dies wird von Ökonomen als alarmierend betrachtet. Stabil entwickelte sich das Geschäft mit Europa, während die Exporte nach China leicht um 0,3 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro sanken. Die Importe aus China legten deutlich um 9,1 Prozent zu, wodurch das Handelsdefizit auf fast 27 Milliarden Dollar im laufenden Jahr anwuchs. Deutsche Hersteller, besonders in der Auto- und Maschinenbaubranche, bekommen die wachsende chinesische Konkurrenz zunehmend zu spüren.
Börse reagiert positiv
Die Rekordexporte sorgten auch für gute Stimmung am Aktienmarkt. Der DAX stieg zum Ende der Woche auf 26.242 Punkte und verzeichnete zeitweise ein neues Rekordhoch. Allerdings bleiben die Anleger vorsichtig, besonders im Hinblick auf den US-Arbeitsmarktbericht und die Lage im Nahen Osten. Starke Quartalszahlen von Allianz und eine leichte Erholung der Industrieproduktion stützten die Märkte. Dagegen brach der Gewinn von Daimler Truck im zweiten Quartal deutlich ein.
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