EU-Kommission will internationale Zugreisen per Gesetz vereinfachen
Wichtige Fakten
- • EU-Kommission will Bahnbetreiber zum Verkauf von Fahrkarten anderer Anbieter verpflichten.
- • Bei verspätungsbedingt verpassten Anschlüssen soll das störende Unternehmen entschädigen.
- • Grenzüberschreitende Strecken erweitern und Nachfrage steigt kontinuierlich.
- • 2024 reisten 150 Millionen Passagiere international mit der Bahn in der EU.
- • Änderungen benötigen Zustimmung von Mitgliedstaaten und EU-Parlament.
EU-Plan für einheitliche Zugtickets
Die EU-Kommission hat einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, der internationale Zugreisen per Einzelfahrkarte ermöglichen soll. Große Bahnbetreiber wie die Deutsche Bahn sollen verpflichtet werden, Fahrpläne, Preise und Verspätungen mit anderen Unternehmen zu teilen. Dadurch sollen Reisende auf einer Plattform eine durchgehende Fahrkarte für ganz Europa buchen können.
Stärkung der Fahrgastrechte
Verpasst ein Passagier aufgrund einer Verspätung den Anschluss, soll künftig das Unternehmen haften, das die Störung verursacht hat. Bislang waren Reisende bei mehreren Tickets oft auf sich allein gestellt. Eine freiwillige Vereinbarung zwischen DB, ÖBB, SNCF und Eurostar sieht zwar Hilfe vor, ist aber nicht rechtlich bindend.
Ausbau und Nachfrage
Die Deutsche Bahn plant neue Direktverbindungen, etwa Berlin–Oslo. Die Zahl internationaler Zugpassagiere stieg 2024 auf 150 Millionen. Die EU hofft, durch die Reform mehr Reisende vom Flugzeug auf die Schiene zu bringen.
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