Großbritannien halbiert zollfreie Stahlimporte gegen Billigkonkurrenz aus China
Wichtige Fakten
- • Großbritannien reduziert zollfreie Stahlimporte um 51 % ab dem 1. Juli.
- • Der Zollsatz über dem neuen Kontingent wird auf 50 % verdoppelt.
- • Die EU führt zeitgleich ähnliche Schutzmaßnahmen ein.
- • Die weltweite Stahlproduktion übersteigt die Nachfrage um 600 Millionen Tonnen jährlich.
- • Die britische Industrieproduktion beträgt rund 3 Millionen Tonnen bei 2 Milliarden Tonnen weltweit.
Handelsmaßnahmen zum Schutz der Stahlindustrie
Die britische Regierung kündigte an, die zollfreie Importquote für Stahl um 51 Prozent zu senken, um die heimische Industrie vor der globalen Überproduktion von Billigstahl aus China zu schützen. Ab dem 1. Juli werden nur noch 3,2 Millionen Tonnen zollfrei eingeführt, Zölle auf überquotale Importe verdoppeln sich auf 50 Prozent des Produktwerts. Die EU führt zeitgleich ähnliche Schutzmaßnahmen ein. Hintergrund ist eine weltweite Überkapazität von über 600 Millionen Tonnen, die den Stahlmarkt stark verzerrt.
Reaktionen der Industrie
Wirtschaftsminister Peter Kyle betonte, die Regelung schütze die 3 Millionen Tonnen pro Jahr umfassende britische Stahlproduktion. Tata Steel sowie der Handelsverband UK Steel kritisierten hingegen die aus ihrer Sicht zu hohen Quoten für bestimmte Stahlsorten. Herstellerreic mit fehlenden alternativen Lieferanten werden von 11 Stahlarten ausgenommen. Großbritannien und die EU einigten sich nach Verhandlungen in Genf auf einen kooridierten Regelrahmen.
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