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International 18.06.2026, 09:04

Handelsstreit mit China: Zwischen Abhängigkeit und Protektionismus

Chinas Handelsüberschuss führt zu massiven Wettbewerbsverzerrungen durch Unterbewertung der Währung und Subventionen.

Wichtige Fakten

  • Chinas Handelsüberschuss führt zu massiven Wettbewerbsverzerrungen durch Unterbewertung der Währung und Subventionen.
  • Deutsche Exporte nach China sind seit 2021 eingebrochen, während chinesische Produkte auf EU-Markt drängen.
  • EU-Kommission fordert härteren Kurs, Deutschland unter CDU-Wirtschaftsministerin bremst bei Schutzmaßnahmen.

Handelskonflikt mit China: Deutschlands Zögern beim EU-Handelsschutz

Chinas rasant wachsender Handelsüberschuss belastet die europäische Wirtschaft massiv. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) entstehen durch Währungsunterbewertung und Subventionen Wettbewerbsverzerrungen von rund 50 Prozent. Die Folge: Chinesische Produkte überschwemmen den europäischen Markt, während deutsche Exporte nach China seit 2021 drastisch gesunken sind. Das Centre for European Reform beziffert den Arbeitsplatzverlust in Deutschland allein auf 400.000 Stellen.

Die EU-Kommission drängt auf Gegenmaßnahmen: Quoten für europäische Produkte, Ausgleichszölle und mehr Beschränkungen. Beim EU-Gipfel soll darüber entschieden werden. Deutschland zögert jedoch. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) setzt auf Dialog und Kooperation, da deutsche Unternehmen stark in China engagiert sind und Abhängigkeiten bei Seltenen Erden und Halbleitern bestehen.

Kanzler Friedrich Merz (CDU) deutete nur verhalten härtere Gangart an, ohne China direkt zu nennen. Frankreich unter Macron, Italien, Spanien und die Niederlande fordern schärfere Maßnahmen und warnen vor einem 'chinesischen Tsunami'. Innerhalb der deutschen Koalition wächst der Druck: SPD und Grüne kritisieren das 'Führungsvakuum' und fordern aktiven Schutz. CSU-Vize Manfred Weber warnt: 'Entweder wir wehren uns, oder China macht Teile unserer Industrie platt.'

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