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International 15.01.2026, 07:31 Aktualisiert: 15.01.2026, 20:08

Iran: Araghtschi dementiert Hinrichtungen – USA verhängen neue Sanktionen gegen Führung

Stand: 15.01.2026 – Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte in einem Fox‑News‑Interview, es gebe keine Pläne für Hinrichtungen im Zusammenhang mit den Massenprotesten; er betonte, "Erhängen ist nicht in Frage" und dass der Iran "seit 20 Jahren bereit für Verhandlungen" mit den USA sei.

Wichtige Fakten

  • Stand: 15.01.2026 – Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte in einem Fox‑News‑Interview, es gebe keine Pläne für Hinrichtungen im Zusammenhang mit den Massenprotesten; er betonte, "Erhängen ist nicht in Frage" und dass der Iran "seit 20 Jahren bereit für Verhandlungen" mit den USA sei.
  • US‑Präsident Donald Trump sagte, er habe aus einer "zuverlässigen Quelle" die Information erhalten, dass die Tötungen im Iran aufgehört hätten; er drohte jedoch mit "sehr harten" Gegenmaßnahmen, sollten dennoch Hinrichtungen stattfinden.
  • Die iranische Justiz bestätigte im Staatsfernsehen, dass der 26‑jährige Erfan Soltani "nicht zum Tode verurteilt" worden sei; die ihm vorgeworfenen Anklagen ("Propaganda gegen das System", "Handlungen gegen die nationale Sicherheit") würden nach Angaben der Justiz nicht mit der Todesstrafe geahndet.
  • Menschenrechtsorganisationen wie Hengaw warnen, Soltanis Leben bleibe weiterhin gefährdet und er habe möglicherweise keinen gesicherten Zugang zu einem Anwalt gehabt.
  • Der oberste Richter Gholamhossein Mohseni‑Edschei hatte zuvor schnelle Verfahren und harte Strafen für angebliche "Rädelsführer" gefordert, was auf eine parallele innenpolitische Verschärfung hindeutet.
  • Nach Angaben von Aktivisten wurden bei der Niederschlagung der Proteste mehr als 3.400 Menschen getötet; HRANA meldete etwa 2.435 Tote. Berichte nennen außerdem 13 getötete Kinder und 153 Angehörige der Sicherheitskräfte; rund 18.470 Festnahmen wurden gemeldet.
  • Der Iran schloss zeitweise seinen Luftraum; zahlreiche Fluggesellschaften umflogen das Land (u. a. Lufthansa vermeidet iranischen und irakischen Luftraum und schränkte Verbindungen nach Tel Aviv und Amman ein).
  • Seit Beginn der Unruhen gibt es einen weitreichenden Internet‑Blackout; seit kurzem sollen Auslandsgespräche aus dem Iran wieder möglich sein, Rückrufe jedoch nicht. Sicherheitsorgane und ausgewählte Staatsmedien sind ausgenommen; viele Menschen umgehen die Sperre mit illegal eingeführten Starlink‑Terminals.
  • Neu: Die US‑Regierung hat als Reaktion auf das Vorgehen gegen Demonstranten neue Sanktionen angekündigt. Nach Angaben des US‑Finanzministeriums (Stand 15.01.2026) richten sich Maßnahmen gegen 18 Personen und Firmen, darunter der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats Ali Laridschani.
  • Die Sanktionen zielen insbesondere darauf ab, Einnahmen aus dem Erdölgeschäft und verdeckte Bankennetzwerke zu unterbinden, über die Gelder an die Führung fließen sollen.
  • Die USA haben außerdem Personalverlegungen und Warnungen an Staatsbürger vorgenommen (u. a. Aufforderungen, den Iran zu verlassen; Verlegungen von Mitarbeitern an einem Luftwaffenstützpunkt in Katar wurden berichtet).
  • Internationale Reaktionen: Staaten bestellten Botschafter ein, einige schränkten Botschaftsarbeit ein oder forderten Staatsbürger zum Verlassen des Landes auf; der UN‑Sicherheitsrat berief eine Dringlichkeitssitzung ein.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat in einem Fox‑News‑Interview erneut betont, dass es keine Pläne für Hinrichtungen im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten gebe. Er sagte ausdrücklich, "Erhängen ist nicht in Frage" und wies zugleich darauf hin, der Iran sei seit 20 Jahren zu Verhandlungen mit den USA bereit. US‑Präsident Donald Trump erklärte, er habe aus einer "zuverlässigen Quelle" erfahren, dass die Tötungen aufgehört hätten, drohte aber mit harten Gegenmaßnahmen, falls dennoch Exekutionen stattfinden sollten. Gleichzeitig bleiben Zweifel an den offiziellen Dementis: Die iranische Justiz hatte zwar mitgeteilt, der 26‑jährige Erfan Soltani sei nicht zum Tode verurteilt worden und könne im Fall einer Verurteilung lediglich mit Haftstrafen rechnen, Menschenrechtsorganisationen wie Hengaw warnen jedoch, sein Leben sei weiterhin gefährdet und sein Zugang zu rechtlicher Verteidigung ungesichert. Justizvertreter, namentlich Oberster Richter Gholamhossein Mohseni‑Edschei, forderten zuvor schnelle Verfahren und harte Strafen für angebliche "Rädelsführer" – ein Zeichen innerer Verschärfung. Die Lage auf der Straße ist weiterhin gewalttätig: Aktivisten sprechen von mehr als 3.400 Toten; HRANA zählte rund 2.435 Tote. Etwa 18.470 Personen wurden festgenommen. Seit Beginn der Proteste wurden große Teile des Internets abgeschaltet; Iranerinnen und Iraner versuchen Berichten zufolge, die Sperre unter anderem mit illegal eingeführten Starlink‑Terminals zu umgehen. Der Iran schloss zeitweise seinen Luftraum; viele Fluglinien umflogen das Land. Neu und politisch relevant sind die von der US‑Regierung am 15.01.2026 verhängten Sanktionen: Das US‑Finanzministerium kündigte Maßnahmen gegen 18 Personen und Firmen an, darunter Ali Laridschani, den Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrats. Ziel ist es, Einnahmen aus dem Erdölgeschäft und verdeckte Bankennetzwerke zu treffen, um die finanziellen Spielräume der Führung zu verringern. Zugleich verlegten die USA Personal und riefen Staatsbürger zur Vorsicht bzw. zum Verlassen des Landes auf. Internationale Reaktionen blieben scharf; mehrere Staaten reduzierten Botschaftsaktivitäten oder forderten Bürger zur Ausreise auf. Fazit: Die offiziellen Dementis bezüglich geplanter Hinrichtungen sind zwar ein positives Signal, doch bleiben sie angesichts der anhaltenden Repression, der Forderungen nach schnellen Strafen durch die Justiz und des fehlenden unabhängigen Zugangs zu Informationen zweifelhaft. Die neuen US‑Sanktionen erhöhen den internationalen Druck und könnten die Ökonomischen Möglichkeiten der Führung einschränken, bergen aber auch das Risiko einer weiteren innenpolitischen Eskalation.

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