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International 01.06.2026, 01:52 Aktualisiert: 01.06.2026, 15:02

Stichwahl in Kolumbien: Rechtsaußen Espriella überrascht mit Sieg im ersten Wahlgang

Espriella (rechts) gewann ersten Wahldurchgang mit 43,7 %.

Wichtige Fakten

  • Espriella (rechts) gewann ersten Wahldurchgang mit 43,7 %.
  • Cepeda (links) erhielt 40,9 % der Stimmen.
  • Konservative Valencia landete mit 6,9 % auf Platz drei.
  • Petro bestritt Ergebnis ohne Beweise, Cepeda schloss sich an.
  • Stichwahl am 21. Juni entscheidet über Präsidentenamt.

Überraschender Sieg für Rechtsaußen

Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien hat der rechtsgerichtete Anwalt Abelardo de la Espriella überraschend den ersten Wahlgang gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen kommt er auf 43,7 Prozent, während der linke Senator Iván Cepeda 40,9 Prozent erreicht. Die konservative Senatorin Paloma Valencia, die lange als Zweite gegolten hatte, stürzte auf knapp 6,9 Prozent ab. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte, kommt es am 21. Juni zur Stichwahl.

Gegensätzliche Wahlprogramme

Der Wahlkampf stand im Zeichen der angespannten Sicherheitslage. Espriella, ein Bewunderer von Donald Trump und Nayib Bukele, setzt auf eine harte Hand gegen bewaffnete Gruppen und will den von Präsident Gustavo Petro verfolgten „Totalen Frieden“ beenden. Cepeda hingegen will diesen Reformkurs mit höheren Sozialausgaben und Verhandlungen fortsetzen.

Petro bestreitet Ergebnis

Präsident Petro lehnte das vorläufige Ergebnis ab und sprach ohne Belege von Unregelmäßigkeiten, etwa von „800.000 zusätzlichen Personen“. Cepeda schloss sich den Zweifeln an. Wahlbehörden wiesen die Vorwürfe zurück. Juristen warfen Petro Desinformation vor. Der Wahlsonntag selbst verlief friedlich. Die Wahl gilt als Richtungsentscheidung für Kolumbien zwischen Fortsetzung des linken Kurses oder konservativer Wende.

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