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Inland 23.03.2026, 05:08 Aktualisiert: 23.03.2026, 23:02

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: CDU triumphiert, SPD analysiert Niederlage, AfD feiert Rekord

CDU löst SPD nach 35 Jahren als stärkste Kraft in Rheinland-Pfalz ab.

Wichtige Fakten

  • CDU löst SPD nach 35 Jahren als stärkste Kraft in Rheinland-Pfalz ab.
  • SPD erreicht mit 19,5% ihr schlechtestes Ergebnis im Bundesland.
  • AfD verdoppelt Ergebnis auf 19,5% - bester Wert in Westdeutschland.
  • FDP und Linke scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde und sind nicht im Parlament.
  • CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder will schnell Sondierungen mit der SPD beginnen.

Wahlergebnis und politische Reaktionen

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die CDU die SPD nach 35 Jahren als stärkste Kraft abgelöst, während die SPD mit 19,5% auf ihr bisher schlechtestes Ergebnis im Bundesland sank. Die AfD konnte ihr Ergebnis mehr als verdoppeln und erreichte mit 19,5% ihren besten Wert in einem westdeutschen Bundesland, wobei sie besonders in der strukturschwachen Südwestpfalz erfolgreich war, wo sie Wähler aus allen Parteien und 66.000 Nichtwähler hinzugewann. FDP und Linke scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde und ziehen nicht ins Parlament ein, während die Grünen leicht auf 7,9% verloren.

Parteiinterne Analysen und Debatten

Die Spitzengremien der Bundesparteien kamen in Berlin zusammen, um das Wahlergebnis zu analysieren. Bei der SPD kündigten die Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas eine Debatte über Kurs und Spitzenpersonal an, wobei Verteidigungsminister Boris Pistorius einen kompletten Wechsel der Parteispitze ablehnte. Der abgewählte Ministerpräsident Alexander Schweitzer schließt aus, Minister in einer künftigen CDU-geführten Landesregierung zu werden, wird aber die Verhandlungen mit der CDU führen. Die CDU beriet das Ergebnis entspannter, nachdem sie ihren Umfragevorsprung bestätigen konnte, und Spitzenkandidat Gordon Schnieder stellte sich den Medien.

Sondierungen und Regierungsbildung

CDU-Wahlsieger Gordon Schnieder will schnell Sondierungsgespräche mit der SPD beginnen, um eine stabile Regierung zu bilden, wobei er der SPD Zeit zur Reflexion nach ihrer Niederlage zugesteht. Beide Parteien verfolgen ähnliche Ziele in Bereichen wie Bildung, Wirtschaft und Gesundheitsversorgung, unterscheiden sich aber in der Umsetzung, etwa bei Videoüberwachung an Schulen oder Industriestrompreisen. Eine mögliche Schwarz-Rote Koalition verfügte über eine starke Zweidrittelmehrheit im Landtag, aber die SPD könnte die Verhandlungen erschweren, da die CDU nach 35 Jahren Opposition Regierungserfahrung fehlt. Die AfD plant, als starke Opposition mit 24 Abgeordneten Untersuchungsausschüsse etwa zur Corona-Politik einzurichten.

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