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International 15.01.2026, 10:23 Aktualisiert: 15.01.2026, 20:15

Nach Treffen Machados mit Trump: USA kontrollieren venezolanisches Öl – weitere Tankerbeschlagnahmungen und diplomatische Annäherung stärken Rodríguez

María Corina Machado traf am 15. Januar 2026 im Weißen Haus mit US‑Präsident Donald Trump zusammen.

Wichtige Fakten

  • María Corina Machado traf am 15. Januar 2026 im Weißen Haus mit US‑Präsident Donald Trump zusammen.
  • US‑Militäroperationen hatten Nicolás Maduro Anfang Januar festgesetzt; seitdem führt Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin die Regierung Venezuelas.
  • Trump hat Delcy Rodríguez öffentlich gelobt, mit ihr ausführlich telefoniert und bezeichnete sie als 'ally'; er äußerte zugleich Zweifel an Machados Rückhalt im Land.
  • Die USA haben im Rahmen ihrer Maßnahmen zur Kontrolle venezolanischer Ölexporte mindestens sechs Tanker beschlagnahmt; das jüngste beschlagnahmte Schiff heißt 'Veronica' und wurde vor der Küste in einer nächtlichen Operation ohne Zwischenfälle übernommen (US Southern Command).
  • Der US‑Militäreinsatz und das 'Quarantäne'‑Regime für sanktionierte Schiffe haben die venezolanischen Ölexporte stark reduziert; die Ladungen fielen im Januar auf etwa 400.000 Barrel pro Tag, einige Ladungen werden vorübergehend in der Region (u. a. Bahamas) zwischengelagert (Analysen/Kpler/BBC).
  • Die US‑Regierung hat den ersten Verkauf venezolanischen Öls abgeschlossen – Berichten zufolge im Wert von rund 500 Mio. US‑Dollar – und treibt damit eine direkte Kontrolle und Verwertung venezolanischer Öleinnahmen voran.
  • Das Weiße Haus forderte Ölexperten und Firmen auf, in venezolanische Energieinfrastruktur zu investieren; Trump sprach von Investitionsvorstellungen in Milliardenhöhe (u. a. $100 Mrd.).
  • White House Press Secretary Karoline Leavitt erklärte, das 500‑Mio.‑Dollar‑Energiegeschäft sei weitgehend durch die Kooperation von Delcy Rodríguez ermöglicht worden; sie sagte zudem, Venezuela kündige die Freilassung politischer Gefangener an und nannte die Freilassung von fünf US‑Staatsbürgern in dieser Woche.
  • Die venezolanische Regierung kündigte die Freilassung von 116 Gefangenen an; Nichtregierungsorganisationen bestätigen bisher nur einen Teil dieser Zahl und schätzen weiterhin Hunderte bis über 800 politisch Inhaftierte.
  • Unter den zunächst Freigelassenen waren nach Regierungsangaben fünf spanische Staatsbürger, die bereits nach Spanien zurückkehrten.
  • Ein venezolanischer Regierungsbeauftragter (enger Verbündeter von Delcy Rodríguez) soll nach Washington reisen, um Gespräche vorzubereiten und mögliche Schritte zur Wiedereröffnung der venezolanischen Botschaft in den USA zu besprechen (Berichte/NYT/BBC).
  • In Spanien leben mehr als 200.000 Venezolanerinnen und Venezolaner allein in Madrid; anfängliche Massenkundgebungen nach Maduros Festnahme flauten innerhalb weniger Tage deutlich ab.
  • Oppositionelle Dokumente und Aussagen der Exilvertretung behaupten, Edmundo González Urrutia habe die Präsidentschaftswahl 2024 klar gewonnen (Oppositionsangaben).
María Corina Machados Besuch im Weißen Haus am 15. Januar 2026 hat ihre Position gegenüber Washington nicht grundlegend verändert. Präsident Donald Trump lobte zwar nicht‑konkret ihr Engagement als Oppositionsführerin, machte aber deutlich, dass er ihr eine führende Rolle im venezolanischen Übergangsprozess nicht zutraut und stattdessen weiter Delcy Rodríguez als geschäftsführende Regierungschefin unterstützt. Zeitgleich setzt die US‑Administration verstärkt auf die Kontrolle venezolanischer Öleinnahmen: In den vergangenen Wochen beschlagnahmten US‑Behörden mehrere Tanker, zuletzt die 'Veronica' in einer nächtlichen Operation, um die Ausfuhr von sanktioniertem Rohöl zu unterbinden (US Southern Command). Nach Medienangaben hat Washington bereits den ersten Verkauf venezolanischen Öls im Umfang von rund 500 Millionen US‑Dollar abgeschlossen und drängt auf weitreichende Investitionen in die venezolanische Energieinfrastruktur. Diese Ölkampagne hat die Exporte deutlich reduziert und schafft zugleich einen Hebel, mit dem die USA die neue venezolanische Interimsverwaltung materiell stützen können. Das Weiße Haus betont, dass die Kooperation von Delcy Rodríguez wesentlich für diese Abwicklung gewesen sei; nach US‑Angaben und offiziellen Verlautbarungen hat Venezuela zudem die Freilassung von Gefangenen angekündigt – darunter fünf in den USA beziehungsweise fünf spanische Staatsbürger, die nach Spanien zurückkehrten. NGOs bestätigen bislang jedoch nicht die volle Zahl von 116 Freilassenen und schätzen weiterhin Hunderte politisch Inhaftierte. In der venezolanischen Exilgemeinde, besonders in Madrid (mehr als 200.000 Venezolanerinnen und Venezolaner), schwankt die Stimmung zwischen Dankbarkeit gegenüber Trump und Skepsis, weil das alte Machtgefüge (Militär, regimetreue Strukturen) faktisch intakt bleibt. Experten sehen zwei Szenarien: Entweder konsolidiert sich Rodríguez mit US‑Rückhalt und Kontrolle der Öleinnahmen, oder die Opposition nutzt symbolische Legitimität, internationale Netzwerke und Druck, um langfristig einen demokratischen Übergang zu erzwingen. Kurzfristig aber stärken die US‑Operationen zur Sicherung von Öl und die beginnende diplomatische Annäherung Rodríguez’ Stellung – für Machado bleiben die Hoffnungen auf eine rasche Machtübernahme vorerst begrenzt.

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