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Melonis Blaupause: Wie Italien die EU-Asylwende prägt
Am 12. Juni 2026 trat das reformierte EU-Asylsystem in Kraft.
Wichtige Fakten
- • Am 12. Juni 2026 trat das reformierte EU-Asylsystem in Kraft.
- • Italien eröffnete 2024 Aufnahme- und Abschiebezentren in Albanien.
- • Das Tunesien-Abkommen senkte die Ankunftszahlen in Italien drastisch.
- • Seenotretter wurden über 1.000 Tage in Häfen festgesetzt.
- • Seit 2023 sind 6.492 Flüchtlinge im Mittelmeer gestorben.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gilt als Vorbild für die Verschärfung des EU-Asylrechts, das am 12. Juni 2026 in Kraft trat. Ihre Regierung eröffnete 2024 in Albanien ein Aufnahmelager und ein Abschiebezentrum, das rund 670 Millionen Euro kostet. Zuvor hatte Italien ein Abkommen mit Tunesien geschlossen, das die Ankunft von Migranten an der italienischen Küste von über 157.000 im Jahr 2023 auf aktuell etwa 12.400 Ankünfte bis Juni 2026 drastisch reduzierte.
Allerdings gab es juristische Rückschläge: Italienische Gerichte stoppten Schnellverfahren in Albanien, sodass die Zentren lange Zeit ungenutzt blieben. Menschenrechtsorganisationen kritisieren zudem die Behandlung Geflüchteter in Tunesien als 'Freiluftgefängnis'. Auch private Seenotretter wurden unter Meloni massiv eingeschränkt: Ihre Schiffe waren mehr als 1.000 Tage in Häfen festgesetzt. Trotz der Verlegung von Ankunftshäfen weit weg von Rettungsorten starben laut IOM seit 2023 über 6.400 Flüchtlinge auf der Mittelmeerroute. Meloni setzt bewusst auf ein hartes Image, während Fachleute den rechtlichen und moralischen Preis ihres Kurses bemängeln.
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