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International 28.01.2026, 14:19 Aktualisiert: 28.01.2026, 23:09

Fortgesetzte Repressionen nach umstrittener Wiederwahl von Präsident Museveni in Uganda

Yoweri Museveni ist seit 40 Jahren Präsident von Uganda.

Wichtige Fakten

  • Yoweri Museveni ist seit 40 Jahren Präsident von Uganda.
  • Mehr als 400 Menschen wurden seit der Wahl im Januar in Uganda festgenommen.
  • Kritiker, inklusive prominenter Oppositionsführer, sind verschwunden.
  • Kizza Besigye, angeklagt wegen Hochverrats, sitzt bereits seit mehr als einem Jahr im Gefängnis.
  • Bobi Wine, ein populärer Oppositionsführer, ist seit den Wahlen untergetaucht.
  • Bobi Wine berichtet über den Tod von über 100 seiner Anhänger seit der Wahl, obwohl diese Angaben nicht unabhängig überprüft werden können.
  • Wine behauptet, seine Ehefrau sei von Soldaten bedroht und angegriffen worden.
  • Der Armeechef Muhoozi Kainerugaba bestreitet Anschuldigungen gegen seine Truppen, hat Wine jedoch mit dem Tod bedroht.
  • Kainerugaba wird als potenzieller Nachfolger seines Vaters Museveni angesehen.
  • In Tansania und Kenia verschärft sich ebenfalls die politische Lage.
Präsident Yoweri Museveni, der seit 40 Jahren an der Macht ist, wurde kürzlich nach einer umstrittenen Wahl erneut zum Sieger erklärt. Der Wahlprozess war von Vorwürfen der Gewalt und Repression begleitet, und seitdem sind Berichte über brutale Maßnahmen gegen Kritiker aufgetaucht. Über 400 Menschen wurden festgenommen, darunter viele Kritiker des Wahlablaufs. Kritische Oppositionsführer wie Kizza Besigye und Bobi Wine sehen sich harschen Repressionen ausgesetzt. Besigye, früherer Leibarzt Musevenis, wurde wegen Hochverrats angeklagt und sitzt seit über einem Jahr im Gefängnis. Bobi Wine, ein beliebter Musiker und Politiker, befindet sich im Untergrund, während Berichte über gewaltsame Angriffe auf seine Familie öffentlich werden. Der Armeechef Muhoozi Kainerugaba, der als möglicher Nachfolger Musevenis gilt, hat Wine auf Social Media bedroht und weist Vorwürfe gegen das Militär zurück. Auch in den benachbarten Ländern Tansania und Kenia verschärft sich die Lage zunehmend, wodurch die politische Stabilität in Ostafrika in Frage gestellt wird.

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