Pakistan schafft „Tamponsteuer“ ab – ein Schritt gegen Periodenarmut
Wichtige Fakten
- • Pakistan schafft 18% Umsatzsteuer auf Damenhygieneprodukte ab.
- • Finanzminister bezeichnet Produkte als unverzichtbar für Frauengesundheit.
- • Zwei Anwälte erwirkten Gerichtsverfahren gegen die Steuer.
- • Importprodukte unterliegen weiterhin 25% Zoll.
- • Auch Verhütungsmittel werden von der Steuer befreit.
Pakistan kündigt Ende der „Periodensteuer“ an
Pakistan plant die Abschaffung der Umsatzsteuer auf Damenhygieneprodukte. Finanzminister Muhammad Aurangzeb bezeichnete Binden und Tampons als „tägliche Notwendigkeit“ für Gesundheit und Würde von Frauen. Bislang galt ein Steuersatz von 18 Prozent, auf Importe zusätzlich 25 Prozent Zoll. Auch Verhütungsmittel sollen künftig von der Abgabe befreit werden.
Kampagne junger Anwälte ebnet Weg
Die beiden Anwälte Mahnoor Omer und Ahsan Jehangir Khan hatten vor Gericht die Nullbesteuerung von Periodenprodukten gefordert. Ihre Petition sammelte tausende Unterschriften und erhielt breite Unterstützung in sozialen Medien. Das Urteil werteten sie als Erfolg, betonten jedoch, dass der Kampf gegen Periodenarmut noch nicht beendet sei.
Expertinnen sehen ersten Schritt
UN Women begrüßte die Entscheidung als Hilfe für Bildung und Erwerbstätigkeit von Frauen. Bushra Mahnoor von „Mahwari Justice“ betonte, die Steuerfreiheit allein reiche nicht: Nötig seien auch sauberes Wasser, Sanitäranlagen und Aufklärung. Laut UNICEF nutzt in Pakistan nur eine Minderheit kommerzielle Periodenprodukte, die meisten greifen aus Kostengründen auf unsichere Alternativen zurück.
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