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International 19.01.2026, 00:51 Aktualisiert: 19.01.2026, 12:09

Portugal: Präsidentschaftswahl steuert auf Stichwahl zwischen Seguro und Ventura zu

António José Seguro (Sozialistische Partei, PS) liegt nach der ersten Runde der portugiesischen Präsidentschaftswahl laut Wahlbehörde CNE mit gut 31 Prozent vorn (teils wird bei vollständiger Auszählung 31,1 Prozent genannt).

Wichtige Fakten

  • António José Seguro (Sozialistische Partei, PS) liegt nach der ersten Runde der portugiesischen Präsidentschaftswahl laut Wahlbehörde CNE mit gut 31 Prozent vorn (teils wird bei vollständiger Auszählung 31,1 Prozent genannt).
  • André Ventura (Chega) kommt nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Wahlbezirke auf 23,5 Prozent und zieht damit als Zweitplatzierter in die Stichwahl ein.
  • Eine Stichwahl wird nötig; sie ist laut bisherigen Angaben für den 8. Februar angesetzt.
  • Chega wurde vor rund sechs Jahren gegründet und war im Mai des Vorjahres bereits zur zweitstärksten Kraft im Parlament in Lissabon geworden.
  • Umfragen sehen Ventura in der Stichwahl im Nachteil: Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben an, ihn in einer Stichwahl auf keinen Fall wählen zu wollen.
  • Der Politikwissenschaftler António Costa Pinto (Universität Lissabon) sagte, Ventura kandidiere vor allem, um seine Wählerbasis zu halten; sein langfristiges Ziel sei demnach das Amt des Regierungschefs.
  • Rund elf Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, einen Nachfolger für Präsident Marcelo Rebelo de Sousa zu wählen, der nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht erneut kandidieren darf.
  • Der portugiesische Präsident hat keine exekutiven Befugnisse, kann aber in Krisenzeiten das Parlament auflösen, Neuwahlen ausrufen, ein Veto einlegen oder den Ministerpräsidenten entlassen.
  • Erstmals seit 1986 wird bei einer portugiesischen Präsidentschaftswahl wieder eine Stichwahl erforderlich.
In Portugal zeichnet sich bei der Präsidentschaftswahl eine Stichwahl zwischen dem Sozialisten António José Seguro und dem Rechtspopulisten André Ventura ab. Nach Angaben der Wahlbehörde CNE liegt Seguro in der ersten Runde mit gut 31 Prozent vorn. Ventura, der 43-jährige Chef der Partei Chega, folgt nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Wahlbezirke mit 23,5 Prozent. Das Ergebnis unterstreicht den schnellen Aufstieg von Chega: Nur sechs Jahre nach der Gründung wurde die Partei im Mai des Vorjahres bereits zur zweitstärksten Kraft im Parlament in Lissabon. Für die Stichwahl werden Ventura jedoch geringe Chancen eingeräumt, weil laut Umfragen mehr als 60 Prozent der Befragten erklärten, ihn in einer zweiten Runde keinesfalls wählen zu wollen. Der Politikwissenschaftler António Costa Pinto (Universität Lissabon) wertet Venturas Kandidatur vor allem als Versuch, die eigene Wählerbasis zu sichern; langfristig ziele er auf das Amt des Regierungschefs. Rund elf Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, einen Nachfolger für Präsident Marcelo Rebelo de Sousa zu bestimmen, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten darf. Das Präsidentenamt ist überwiegend repräsentativ, umfasst aber in Krisenzeiten wichtige Kompetenzen wie die Auflösung des Parlaments, die Ausrufung von Neuwahlen oder die Entlassung des Ministerpräsidenten. Da kein Kandidat eine absolute Mehrheit erreicht, wird erstmals seit 1986 wieder eine Stichwahl nötig.

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